Kategorie: Stammtisch

Videobeweis für alle!

Arm und Reich gehen auch im Fußball immer weiter auseinander. Während im Profifußball mit Hilfe des Videobeweises gekonnt falsche Spieler vom Platz gestellt werden, müssen Kreisliga-Kicker ihre Torlinien noch von Hand ziehen. Das muss aufhören!
Mit unserer neuen Rubrik bieten wir dem DFB an, sich nicht noch weiter von der Basis zu entfernen und für eine digitale Komplettausstattung für jeden Verein zu sorgen! Mit Hilfe dieser Überwachung könnten zudem Spiele der Kreisliga direkt ins Internet übertragen werden. (Jahres-Abo 89,99€) Ohne den Videobeweis kann schließlich kein Fußballspiel mehr fair über die Bühne gehen! Dieser Ungerechtigkeit muss Einhalt geboten werden.
Wie schlecht es dem Fußball abseits des Grindelismus geht, wollen wir hiermit dokumentieren. Deshalb: Schickt uns aussagekräftige Bilder, warum euer Verein und euer Team dringend den Videobeweis benötigen. (gilt auch für Vereinsheime, Kabinenpartys etc. pp.)

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(Bild: Der SC Ingelfingen kurz vor dem alles entscheidenden Gegentor. Abstieg!) #VideobeweisFürAlle

WELT & Tünn for Meppen

Also wir finden ja, dass Toni „Tünn“ Schumacher nach all den Jahren jetzt endlich eine LKW-Ladung Kölsch mit der Aufschrift „Fußballerlebnis SV Meppen“ auf die Reise schicken könnte. Und hätte die WELT Größe, würde sie sich bei den dabei anfallenden Kosten für die „Bauern-Fußballer“ beteiligen.

Gratulation, ihr 34.000 Seelen, Gratulation SV Meppen 1912!

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Gyula Lóránts Meniskus

Heute vor 36 Jahren starb Gyula Lóránt. Ohne die ungarische Trainer-Legende wäre die Bundesliga nicht nur um viele Anekdoten ärmer. Wegen ihm hätte fast auch ein junger Mannschaftsarzt namens Müller-Wohlfahrt den Glauben an seine Berufung verloren:

„Wegen Gyula Lorant hätte ich beinahe aufgehört. Er hat mir mal erklärt, dass man einen herausgesprungenen Meniskus am besten mit der Eckfahne wieder reinhaut.“

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1860: kein Tag für Häme

Peter Cassalette, Hasanb Ismaik, Ian Ayre, Vitor Pereira – es gibt viele Gründe für eine Verunglimpfung der verantwortlichen Riege. Es gibt jedoch keinen Grund, sich hämisch gegenüber dem Verein 1860 München zu zeigen. Sicher, dafür muss viel Geschehenes in den letzten Jahren ausgeblendet werden, man erinnere sich nur einmal an das Aussperren von Journalisten. Doch es wäre kurzsichtig, den Verein nicht auch als solchen zu sehen und dies in erster Linie mit all seinen zahlreichen Fans und der jahrzehntelangen guten Jugendarbeit. Denn das Schicksal, was den Fans der „Löwen“ widerfahren ist, hätte Fans vieler anderer Clubs ebenso ereilen können. Irgendein Investor kommt, versenkt den Karren, der eh schon in den Dreck gefahren wurde, endgültig und ist durch die autokratischen Strukturen gleichzeitig die letzte Instanz, um die nötigen Lizenzen für anderen Ligen zu sichern. Das alles ist so traurig, weil es nicht „nur“ um den einen Verein namens TSV 1860 München geht. Es schildert auf verstörende Weise den apokalyptischen Status Quo des Fußballs im Allgemeinen. Die Ausbrüche von einigen „so genannten Sechzigern“ (Tom Bartels) gipfelten heute nicht bloß aufgrund des sportlichen Abstiegs, sondern sind auch als Rebellion gegenüber jenem System zu bewerten, was sich da modern und kapitalistisch schimpft. Für Schadenfreude gegenüber 1860 war diese Saison genügend Raum, heute aber verschwindet ein weiteres Stück Bundesligageschichte von der Bildfläche. Ein „Das-haben-die-jetzt-davon-Denken“ ist daher völlig deplatziert – und das unabhängig jedweder Fanzugehörigkeit.

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Fall „Helene“: eine neue Dimension der Gewalt!

Vergeltungsakt des DFB für alle Kritiker des FC Bayern und der armen Anastacia: Helene Fischer singt in der Halbzeitpause des Pokalfinales! Abgesehen davon, dass wir uns natürlich viel lieber Gotthilf Fischer in die Venen gedrückt hätten, darf man schon sagen, dass dies eine neue Dimension der Gewalt ist! Das kann nur von „sogenannten Fans“ des Fußballs organisiert worden sein, die das Stadion missbrauchen, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Ihr habt den Fußball nie geliebt!

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(Foto: Aufgenommen in die Kartei „Triebtäter Sport“ – der Deutsche Michel)

Lasst doch mal den Olaf durch!

Heute vor 33 Jahren, Schalke empfängt im DFB-Pokal-Halbfinale Bayern München: Der blutjunge Olaf Thon nagelt den Ball in der 120. Minute zum 6:6 in den Giebel. Danach stand er in einem der legendärsten Interviews deutscher Sportberichterstattung Rolf Töpperwien Rede und Antwort – zumindest versuchte er es.

Töröööööö!

Das Leben als Grotifant ist so schon keines auf der Sonnenseite des Fußballs. Wenn dann auch noch ein Spieler beim Spielstand vom 2:1 vom Platz fliegt, dein Team in der 89. Minute einen Elfmeter verschießt und es in der Nachspielzeit sogar noch im eigenen Gehäuse einschlägt, dann ist’s auch mal gut mit Benjaminschen Blümchen!

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(Symbolbilder by Reviersport. Hier geht´s zur kompletten Bilderstrecke: http://www.reviersport.de/gallery/show-6373-p0.html)

 

Peter Hubchev, Fußballgott!

Wo doch gerade die Jungs von Petar Hubchev den Meeresspiegel um drei Meter anheben, fällt unser Blick noch einmal auf eine HSV-Mannschaft für die Ewigkeit. Eben mit Hubchev und Letschkow (oben links), fast schönen TV-Spielffilm-Trikots und… Magath, Möhlmann, Bäron, Stein, Golz, Breitenreiter, Albertz, Zarate (!), Ivanauskas, Kostner, Spörl, Fischer, Andersen…und natürlich Rieger. Was eine Truppe! Irgendwo zwischen Champions League und hundert Jahren Knast.

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Wimbledon vs. Dons!

Wem die Champions League heute Abend einfach zu Mainstream ist, sollte seinen Kühlschrank schnell mit ein paar Ales füllen und schonmal den Livestream für die dritte englische Liga heraussuchen. Heute um 20:45Uhr kommt es zum Kulturkampf zwischen dem AFC Wimbledon und Milton Keynes Dons. Stellt euch vor, euer Verein geht insolvent, wird aufgekauft, ändert den Namen und zieht an einen 130km entfernten Ort. Und ihr? Ihr bleibt, gründet mit ein paar anderen einen eigenen Verein und steht nach sechs Aufstiegen in vierzehn Jahren plötzlich in der Tabelle vor dem Erzfeind. Im Oktober 2016 war es soweit: http://www.11freunde.de/artikel/der-afc-wimbledon-steht-erstmals-vor-den-mk-dons

Sätze der Bedeutungslosigkeit #19

1. „Der Kopf ist auch mit entscheidend.“ (Nicht wirklich, Alexander Nouri?)
2. „Selbst wenn ich gehe, wird Arsenal nicht jedes einzelne Spiel gewinnen.“ (Und wenn sie bleiben, Herr Wenger?)
3. „Die kommen zwar sehr vom Läuferischen her und sind bisher eine der Mannschaften, die am meisten gelaufen ist.“ (Tony ‚Forrest‘ Jantschke über RB)
4. „Barack Obama ist natürlich herzlich willkommen. Er soll früh Bescheid sagen, damit wir Sicherheitsvorkehrungen treffen können.“ (Torsten Frings, Botschafter)
5. „Generell ist es so, dass der Privatjet früher die Regel war– heute sind Privatjets die Ausnahme.“ (…welche ja die Regel bestätigt, liebe Fifa-Generalsekretärin Fatma Samoura)

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Auswärts ist man asozial

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(random Szenebild; extrem dramatisch)

Auswärtsfahrten leicht gemacht! Die Fans des FC Schalke 04 sind in Saloniki absolutely welcome, vor allem nach dem letzten Aufeinandertreffen in Gelsenkirchen 2013. Da reist man gerne, nimmt gerne den Papa und die Mama mit, da freut man sich auf Souvlaki in der Innenstadt, ein wenig Schlendern hier, ein paar Fotos vom Hafen dort. Alles überhaupt kein Problem, nur sollte man „angesichts der speziellen Situation vor Ort“ ein paar klitzkleine Regeln beachten:

– Das Ticketkontingent im Gästebereich ist restlos vergriffen und die Karten wurden personalisiert – es wird vor Ort also keine Chance für Schalker geben, noch an Karten zu kommen.
– Bei Einzelbestellern wurde der Name nicht vom Auswärtskartenteam auf dem Ticket eingetragen, diese müssen dies selbst erledigen, da die Daten bereits nach Griechenland übermittelt wurden.
– Am Spieltag hat die griechische Polizei den „Platz am Weißen Turm“ am Rand der Altstadt als Treffpunkt für Schalke-Fans vorgeschrieben und kann nur dort einen sicheren Aufenthalt garantieren. In der Nachbarschaft des Platzes gibt es einige Verpflegungs-Möglichkeiten, die genutzt werden können. Von dort startet der ebenfalls vorgeschriebene Busshuttle zum Stadion – vom Versuch, auf eigene Faust zum Stadion zu gelangen, wird dringendst abgeraten!
– Der Start des Busshuttles ist für 18.30 Uhr geplant, es sollen immer fünf Busse pro Konvoi zum Stadion fahren – mit Wartezeiten zwischen den einzelnen Konvois ist also zu rechnen.
– Vorm Einstieg in die Busse ist eine Kontrolle durch die Polizei angekündigt, bei der Ausweis und Ticketnummer abgeglichen werden.
– Es dürfen keine Getränke mit in den Bus genommen werden, in den Bussen wird es kein WC geben. Die Fahrtzeit und Routenwahl der Busse ist abhängig von den Regelungen der griechischen Polizei, es können bis zu 45 Minuten Fahrtzeit werden.
– Es ist angekündigt, dass die Busse nach der Ankunft am Stadion einzeln und nacheinander entladen werden und dann zum Weißen Turm zurückfahren.
– Am Eingang erfolgt zunächst eine erneute Kontrolle von Ticket und Ausweis durch Ordner und Polizei, der Zugang erfolgt durch eine kleine Tür und dann vier Drehkreuze.
– Es gibt zwar eine Abgabestelle für Taschen oder Rucksäcke, diese ist aber fragwürdig.
– Im Block werden Polizei und Ordner anwesend sein, die untersten Stufen werden deshalb freigelassen werden müssen. Zaunfahnen sind als einziges Tifo-Material erlaubt und dürfen am Zaun aufgehängt werden. Hiervon wird allerdings abgeraten, da für die Sicherheit der Fahnen nicht garantiert werden kann.
– Die Polizei entscheidet über die Länge der Blocksperre, diese wird mindestens eine Stunde dauern.
– Im Anschluss daran erfolgt der Shuttle zurück zum Weißen Turm, wo man sich nach Möglichkeit Taxen organisieren sollte.
– Grundsätzlich sollten S04-Fans in Thessaloniki defensiv und zurückhaltend auftreten.
– Es empfiehlt sich daher, am besten in der Stadt auf jegliche S04-Fanartikel zu verzichten und nicht als größere Gruppe aufzutreten.
– Für eventuell auftretende Probleme ist deutsche Polizei vor Ort, zudem besteht Kontakt zur deutschen Botschaft und zu Anwälten.

Jetzt (fest) zuschlagen!!1!

Internationale 18Uhr-Spiele sind unter Fans besonders beliebt. So beliebt, dass sich zwischen Mainz 05 und dem französischen Kult-Verein St. Etienne 20.000 Seelen ins Stadion schleppen und der FC Schalke 04 seine Tickets so verhökert wie der VfL Wolfsburg seine „Wölfi-Schals“. Der Moment, in dem die einst so moderne Arena keine Attraktion mehr darstellt, die Fans beim Anstoß noch auf der Arbeit hocken und ein gewieftes Klub-Mitarbeiterlein auf die Idee schlechthin kommt. Das Ende des Fußballs ist nicht bloß, es ist auch noch peinlich.

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Football Bloody Hell

91. Minute, 2:1 Bayern. Lewandowski bum bum – von wegen, ein klasse Tor! Nicht unbedingt die Ballannahme, sondern der zweite Kontakt ohne Kontakt zum Boden, in Rückenlage. Aber liebe Freiburger, hach. Nachdem Tom Bartels kaum eine Minute ausgelassen hat, um auf eure nicht vorhandenen finanziellen Mittel hinzuweisen und dass „es in den nächsten Jahren noch viel schwerer “ für euch wird, habt ihr 90 Minuten leidenschaftlich gekämpft und so rein gar nichts falsch gemacht.
Szene des Spiels: Ganz klar die vergebene Chance von Arjen Robben, der den Ball aus sieben Metern auf den rechten Schlappen bekommt, aber in Kreisliga-Manier mit links drunterhält. Respekt! In unteren Klassen heißt es bei solch einer „symptomatischen“ Situation mit Schmunzeln und etwas Kopfschütteln vom Rentnertum: „Naja, es reicht halt nicht.“

Darauf einen Ahlenfelder!

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Sätze der Bedeutungslosigkeit #18

1. „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass auch die Bayern im Moment große Probleme haben. Auch die suchen noch ihre Form.“ (von Oliver Kreuzers Kompetenzen als Manager wird auch der KSC profitieren)
2. „Wir brauchen bis Weihnachten Punkte, nicht nur am Samstag.“ (Alexander Nouri, Wahrsager)
3. „Viktoria Berlin wird uns zeigen wollen, dass sie mindestens genauso stark sind wie wir.“ (Jenas Trainer Mark Zimmermann, Bodybuilder)
4. „Er hat einen tollen Verein, ich habe einen sehr tollen Verein.“ (Ralph Hasenhüttl, bezahltes Mitglied)
5. „Ich ging zum Chef und sagte: ‚Du willst, dass ich gehe, oder?‘ Er hat mich nicht unterbrochen.“ (Kennen wir, Joe Hart, kennen wir!)

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Es macht einen traurig …

…diesen FCK so zu sehen. Eine Mischung aus Dilettantismus, Pech und fehlender Qualität, das alles vereint den erneuten „Aufbruch“ am Betzenberg. Warf man den Teams von Runjaic und Fünfstück das ein oder andere Mal fehlende Aufopferung vor, so kommt man hier, trotz der vielen Verletzungen, nicht um den Eindruck herum, dass diese Truppe einfach nicht mehr Können besitzt. Es macht einen traurig diesen FCK so zu sehen. Denkt man doch an Walter und Eckel, an Briegel und Toppmöller, an Ehrmann und Kuntz, an Ratinho und Marschall. Als unser einer noch sehr klein war und aufgespannte Schirme über den Köpfen der Schiris vor der West bestaunte, war der Betze die „Bastion“ und Dieter Kürten begrüßte den FC Barcelona inmitten einer Pyroshow, wie sie Johannes B. Kerner nicht gewaltiger hätte inszenieren können. Es tat gut zu wissen, dass es da diesen einen Ort gab, vor dem sich die Bayern wirklich fürchteten. Es tat gut zu wissen, dass sich Spiele nur mit Leidenschaft drehen lassen und es den „12. Mann“ wirklich gibt. Heute schaut man einer ratlosen Viererkette in Heidenheim zu, der man Miroslav Kadlec als Libero und Harry Koch als Verteidiger wünscht. Natürlich ist das alles naive, mundschäumende Nostalgie aus dem Traditions-EffEff, doch es macht einen einfach nur traurig diesen FCK so zu sehen…

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Sätze der Bedeutungslosigkeit #17

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1. „Bislang haben wir zur Pause immer zu Null gespielt.“ (René Adler, Schönheitschirurg)
2. „Fußball ist eben Männersache.“ (2m groß, 1m breit, 74er IQ: Luis Suárez)
3. „…deshalb brauchten wir über die rechte Seite einen Spieler [Sascha Riether!], der offensive Qualitäten hat.“ (Markus Weinzierl live aus dem Paralleluniversum)
4. „Er muss auf sich achten, auf seinen Schlaf, das ist entscheidend! (Lucien Favre rät Mario Balotelli zu mehr Professionalität)
5. „Verhandelt Werder mit van Gaal?“ (ROFL: Hamburger Abendblatt)

Zwei Wochen Askese

URLAUB!
Folks, nachdem der FC Arsènel London den größten Verteidiger aller Zeiten für einen Kaffeekassensatz von lächerlichen 41 Millionen Euro verpflichtet und Filip Kostić eine würdige Rückennummer gefunden hat, kann die Furche nun endlich guten Fußballgewissens in den Urlaub fahren. Wir klinken uns zwei Wochen aus, legen uns an draxlerlose Strände und versuchen die Transferperiode 2016 einfach zu vergessen. Gut, hier und da ein Hopp in Spaniens unteren Ligen, aber das gehört zu einer guten Kur eben dazu. Ansonsten: kein Internet und keine +0044, nur Askese.

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Brutale, widerliche Maschinen!

EILMELDUNG: Götze für 26 Millionen Euro zurück nach Dortmund! EILMELDUNG: Schürrle für 30 Millionen Euro zum BVB! EILMELDUNG: Sane für 50 Millionen Euro zu Manchester City! Die Saisonplanungen in Utopia laufen auf den Hochtouren des Wahnsinns. Und natürlich ist jeder Neuzugang ein „Transfer-Coup“ oder „Kracher“. Man hat bei allen Clubs das Gefühl, dass wirklich nichts und niemand schieflaufen kann – glaubt man den Phrasen der Beteiligten.

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Inzwischen ist nämlich nicht einfach alles nur gut oder zufriedenstellend, sondern irgendwie ziemlich brutal. Die Moral der Mannschaft ist „brutal“ gut, die Qualität des Kaders ist „brutal“ gut, die Physis des Teams ist „brutal“ gut – und Spieler, die es zu einem doppelten Übersteiger schaffen, sind laut Mannschaftskameraden „krasse Maschinen“. In der Neandertal-Höhle des Fußballuniversums regiert im Gesamten der rhetorische Versuch, Begriffe mit negativen Konnotationen als reißerische Siegesmetaphern auszurufen. Das klingt in der Masse nicht nur dämlich und sprachlich erbärmlich, sondern irgendwann auch ziemlich lasch und abgenutzt.

Und wenn der Trainer eines Bezirksligisten von einer „widerlichen Qualität in der Breite“ seines Teams spricht, so weiß man für einen Moment nicht mehr, ob es gerade um den Kader des FC Bayern München oder um den eines Amateurvereins geht. Solange die Murmel noch nicht rollt, täte dem Fußball ein Tick weniger stupides Gefauche recht gut – weiß man doch, dass am Ende nur der Abstiegskampf „brutal“ ist. Oder Thorsten Legat.

Der blanke Horror!

Man kann wirklich nur noch lachen. Es lohnt einfach nicht mehr sich aufzuregen. Unsere U19 spielt die von Italien 70 Minuten an die Wand, Abwehrschlacht, Kreislaufen, Powerplay, drei Stürmer, Italiens Torwart kratzt bei einem Eckball-Verhältnis von 0:1000 drei Bälle von der Torlinie. Like Bayern versus Chelsea. Dann der erste Konter, Schuss aus 12m, Handspiel, Elfer, 1:0 Italien. Von da an stellt Italien von Achter auf – Zehnerkette um. Aus, Schluss, vorbei, total krank. Der blanke Horror.

Unbenannt

U19-EM vor 54.000

Deutschland vs. Italien Pt.2. Die U19-EM startet mit dem Auftakt in Stuttgart vor voller Hütte! Für die gesamte Truppe gilt, mindestens Fünfter zu werden, um sich für die WM zu qualifizieren. Hinsichtlich dessen, was wir seit Jahren bzgl. fehlender Box-Alternativen diskutieren, beobachten wir vor allem Janni Serra vom BVB im Turnier mit der Lupe: 1,93m, Stoßstürmer. Einen echten Star gibt es nicht, wenngleich Benjamin Henrichs von Bayer Leverkusen herausstechen könnte. Ansonsten ist England klar Favorit ist und der DJ definitely not David Guetta – Danke!

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Sätze der Bedeutungslosigkeit #16

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1. „Ich habe mir einige Spiele der SGE angeschaut. Ich denke, die Entscheidung für die Eintracht war richtig.“ (Branimir Hrgota schaut: Best Of Okocha ´93)
2. „Die Finanzierung von Profivereinen aus Steuermitteln kann den Wettbewerb verzerren.“ (Margrethe Vestager, EU-Wettbewerbskommissarin und Investigativ-Journalistin)
3. „Ich würde sehr gerne in England bleiben. Mir gefällt es sehr gut in Norwich, ich bin gut aufgenommen worden und komme bei den Fans an.“ (Zweitligist Timm Klose, gestern)
4. „Wenn man in der Nationalmannschaft spielen will, dann muss man auf dem höchsten Level spielen. Und das ist nun einmal die erste und nicht die zweite Liga.“ (Erstligist Timm Klose, heute)
5. „Timm Klose ist von der Schweizer Nati weiter entfernt als Jörg Stiel.“ (weiß leider: Die Schottische Furche)

Lieber Spiegel,

es ist doch überaus faszinierend, wie man so unfassbar wenig Ahnung von Fußball haben kann. Nein wirklich, wir sollten unsere Spielweise der isländischen und walisischen anpassen. Allein schon wegen der gleichen Personaldecke. Denkt gerade wahrscheinlich auch Erich Ribbeck. Aber das ist ja das Schöne an EM und WM – dass nicht nur plötzliche Turnierfans von Packing reden, sondern auch so manch „Ressortleiter Sport“ seine fußballfachliche Inkompetenz zur Schau stellt. Weiter, immer weiter, Christian Gödecke.

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(Quelle: http://www.spiegel.de/sport/fussball/em-2016-mehmet-scholl-attackiert-stab-von-joachim-loew-a-1101042.html)

 

Harter Kater

Mit der inneren Wärme einer Pizza Calzone aufgewacht. An die Decke starrend, schelmisch grinsend. Dann ein Scroll-Marathon von Spox bis Kicker, dann die internationalen Pressestimmen inhaliert, den Zaza-Tanz geloopt, die Tränen Barzaglis getrunken und Urs Siegenthaler am schollschen Marterpfahl betanzt. Welch glückliches Leben! Ein paar tausend Effzeh-Klicks von befreundeten Facebook-Befreundeten später schaltet man den Fernseher ein und will sich zu den Höhepunkten auf tagesschau24 befriedigen. Doch plötzlich ZDF-Fernsehgarten. Andrea Kiewel schreit „Halbfinaaaaaale!“. Zu Gast: Henry Maske. Schland dreht durch. Warten auf Island.

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