Kategorie: Stammtisch

Faxen dicke.

Sätze der Bedeutungslosigkeit #18

1. „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass auch die Bayern im Moment große Probleme haben. Auch die suchen noch ihre Form.“ (von Oliver Kreuzers Kompetenzen als Manager wird auch der KSC profitieren)
2. „Wir brauchen bis Weihnachten Punkte, nicht nur am Samstag.“ (Alexander Nouri, Wahrsager)
3. „Viktoria Berlin wird uns zeigen wollen, dass sie mindestens genauso stark sind wie wir.“ (Jenas Trainer Mark Zimmermann, Bodybuilder)
4. „Er hat einen tollen Verein, ich habe einen sehr tollen Verein.“ (Ralph Hasenhüttl, bezahltes Mitglied)
5. „Ich ging zum Chef und sagte: ‚Du willst, dass ich gehe, oder?‘ Er hat mich nicht unterbrochen.“ (Kennen wir, Joe Hart, kennen wir!)

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Es macht einen traurig …

…diesen FCK so zu sehen. Eine Mischung aus Dilettantismus, Pech und fehlender Qualität, das alles vereint den erneuten „Aufbruch“ am Betzenberg. Warf man den Teams von Runjaic und Fünfstück das ein oder andere Mal fehlende Aufopferung vor, so kommt man hier, trotz der vielen Verletzungen, nicht um den Eindruck herum, dass diese Truppe einfach nicht mehr Können besitzt. Es macht einen traurig diesen FCK so zu sehen. Denkt man doch an Walter und Eckel, an Briegel und Toppmöller, an Ehrmann und Kuntz, an Ratinho und Marschall. Als unser einer noch sehr klein war und aufgespannte Schirme über den Köpfen der Schiris vor der West bestaunte, war der Betze die „Bastion“ und Dieter Kürten begrüßte den FC Barcelona inmitten einer Pyroshow, wie sie Johannes B. Kerner nicht gewaltiger hätte inszenieren können. Es tat gut zu wissen, dass es da diesen einen Ort gab, vor dem sich die Bayern wirklich fürchteten. Es tat gut zu wissen, dass sich Spiele nur mit Leidenschaft drehen lassen und es den „12. Mann“ wirklich gibt. Heute schaut man einer ratlosen Viererkette in Heidenheim zu, der man Miroslav Kadlec als Libero und Harry Koch als Verteidiger wünscht. Natürlich ist das alles naive, mundschäumende Nostalgie aus dem Traditions-EffEff, doch es macht einen einfach nur traurig diesen FCK so zu sehen…

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Sätze der Bedeutungslosigkeit #17

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1. „Bislang haben wir zur Pause immer zu Null gespielt.“ (René Adler, Schönheitschirurg)
2. „Fußball ist eben Männersache.“ (2m groß, 1m breit, 74er IQ: Luis Suárez)
3. „…deshalb brauchten wir über die rechte Seite einen Spieler [Sascha Riether!], der offensive Qualitäten hat.“ (Markus Weinzierl live aus dem Paralleluniversum)
4. „Er muss auf sich achten, auf seinen Schlaf, das ist entscheidend! (Lucien Favre rät Mario Balotelli zu mehr Professionalität)
5. „Verhandelt Werder mit van Gaal?“ (ROFL: Hamburger Abendblatt)

Zwei Wochen Askese

URLAUB!
Folks, nachdem der FC Arsènel London den größten Verteidiger aller Zeiten für einen Kaffeekassensatz von lächerlichen 41 Millionen Euro verpflichtet und Filip Kostić eine würdige Rückennummer gefunden hat, kann die Furche nun endlich guten Fußballgewissens in den Urlaub fahren. Wir klinken uns zwei Wochen aus, legen uns an draxlerlose Strände und versuchen die Transferperiode 2016 einfach zu vergessen. Gut, hier und da ein Hopp in Spaniens unteren Ligen, aber das gehört zu einer guten Kur eben dazu. Ansonsten: kein Internet und keine +0044, nur Askese.

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Agenda 2020

Brutale, widerliche Maschinen!

EILMELDUNG: Götze für 26 Millionen Euro zurück nach Dortmund! EILMELDUNG: Schürrle für 30 Millionen Euro zum BVB! EILMELDUNG: Sane für 50 Millionen Euro zu Manchester City! Die Saisonplanungen in Utopia laufen auf den Hochtouren des Wahnsinns. Und natürlich ist jeder Neuzugang ein „Transfer-Coup“ oder „Kracher“. Man hat bei allen Clubs das Gefühl, dass wirklich nichts und niemand schieflaufen kann – glaubt man den Phrasen der Beteiligten.

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Inzwischen ist nämlich nicht einfach alles nur gut oder zufriedenstellend, sondern irgendwie ziemlich brutal. Die Moral der Mannschaft ist „brutal“ gut, die Qualität des Kaders ist „brutal“ gut, die Physis des Teams ist „brutal“ gut – und Spieler, die es zu einem doppelten Übersteiger schaffen, sind laut Mannschaftskameraden „krasse Maschinen“. In der Neandertal-Höhle des Fußballuniversums regiert im Gesamten der rhetorische Versuch, Begriffe mit negativen Konnotationen als reißerische Siegesmetaphern auszurufen. Das klingt in der Masse nicht nur dämlich und sprachlich erbärmlich, sondern irgendwann auch ziemlich lasch und abgenutzt.

Und wenn der Trainer eines Bezirksligisten von einer „widerlichen Qualität in der Breite“ seines Teams spricht, so weiß man für einen Moment nicht mehr, ob es gerade um den Kader des FC Bayern München oder um den eines Amateurvereins geht. Solange die Murmel noch nicht rollt, täte dem Fußball ein Tick weniger stupides Gefauche recht gut – weiß man doch, dass am Ende nur der Abstiegskampf „brutal“ ist. Oder Thorsten Legat.

Der blanke Horror!

U19-EM vor 54.000

Deutschland vs. Italien Pt.2. Die U19-EM startet mit dem Auftakt in Stuttgart vor voller Hütte! Für die gesamte Truppe gilt, mindestens Fünfter zu werden, um sich für die WM zu qualifizieren. Hinsichtlich dessen, was wir seit Jahren bzgl. fehlender Box-Alternativen diskutieren, beobachten wir vor allem Janni Serra vom BVB im Turnier mit der Lupe: 1,93m, Stoßstürmer. Einen echten Star gibt es nicht, wenngleich Benjamin Henrichs von Bayer Leverkusen herausstechen könnte. Ansonsten ist England klar Favorit ist und der DJ definitely not David Guetta – Danke!

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Pass in die Gasse #26

Sätze der Bedeutungslosigkeit #16

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1. „Ich habe mir einige Spiele der SGE angeschaut. Ich denke, die Entscheidung für die Eintracht war richtig.“ (Branimir Hrgota schaut: Best Of Okocha ´93)
2. „Die Finanzierung von Profivereinen aus Steuermitteln kann den Wettbewerb verzerren.“ (Margrethe Vestager, EU-Wettbewerbskommissarin und Investigativ-Journalistin)
3. „Ich würde sehr gerne in England bleiben. Mir gefällt es sehr gut in Norwich, ich bin gut aufgenommen worden und komme bei den Fans an.“ (Zweitligist Timm Klose, gestern)
4. „Wenn man in der Nationalmannschaft spielen will, dann muss man auf dem höchsten Level spielen. Und das ist nun einmal die erste und nicht die zweite Liga.“ (Erstligist Timm Klose, heute)
5. „Timm Klose ist von der Schweizer Nati weiter entfernt als Jörg Stiel.“ (weiß leider: Die Schottische Furche)

Pass in die Gasse #25

Lieber Spiegel,

es ist doch überaus faszinierend, wie man so unfassbar wenig Ahnung von Fußball haben kann. Nein wirklich, wir sollten unsere Spielweise der isländischen und walisischen anpassen. Allein schon wegen der gleichen Personaldecke. Denkt gerade wahrscheinlich auch Erich Ribbeck. Aber das ist ja das Schöne an EM und WM – dass nicht nur plötzliche Turnierfans von Packing reden, sondern auch so manch „Ressortleiter Sport“ seine fußballfachliche Inkompetenz zur Schau stellt. Weiter, immer weiter, Christian Gödecke.

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(Quelle: http://www.spiegel.de/sport/fussball/em-2016-mehmet-scholl-attackiert-stab-von-joachim-loew-a-1101042.html)

 

Harter Kater

Mit der inneren Wärme einer Pizza Calzone aufgewacht. An die Decke starrend, schelmisch grinsend. Dann ein Scroll-Marathon von Spox bis Kicker, dann die internationalen Pressestimmen inhaliert, den Zaza-Tanz geloopt, die Tränen Barzaglis getrunken und Urs Siegenthaler am schollschen Marterpfahl betanzt. Welch glückliches Leben! Ein paar tausend Effzeh-Klicks von befreundeten Facebook-Befreundeten später schaltet man den Fernseher ein und will sich zu den Höhepunkten auf tagesschau24 befriedigen. Doch plötzlich ZDF-Fernsehgarten. Andrea Kiewel schreit „Halbfinaaaaaale!“. Zu Gast: Henry Maske. Schland dreht durch. Warten auf Island.

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Zeichen gesetzt, Trainer!

Pass in die Gasse #20

MacGyver it!

Good bye, Upton Park!

Heute müssen wir alle, ja wir all jene, die Fußballkultur lieben, ganz tapfer sein. Die ‚Hammers‘ öffnen heute Abend gegen ManU nach 112 Jahren das letzte Mal die Türen ihres heiligen Wohnzimmers. Kaum ein anderes Stadion war derart eng verbunden mit seinem sozialen Umfeld, den Arbeitern, der Armut, den alten Docks des East Ends und den letzten Cockneys. Irgendwo da draußen fern von jedem Tourismus, hier war Fußball alles: Lebensinhalt und Lebensersatz. In tiefer Trauer nehmen wir Abschied – von Kult und Chaos, dem Mythos Green Street ebenso wie von der Statue Bobby Moores.

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Ein adäquater Rundumschlag von Jean Mikhail via DIE WELT : http://www.welt.de/sport/fussball/internationale-ligen/article155183594/Hier-gehen-am-Dienstag-fuer-immer-die-Lichter-aus.html

 

 

Elf des 33. Spieltags

Gut für alle Beteiligten

Man muss diesen Club nicht toll finden. Man muss auch Christian Streich nicht toll finden. Auch muss man nicht die Grünen wählen oder den Ex-Tabak von Volker Finke rauchen (Schwarzer Krauser!). Und doch ist eines Fakt: für den Fußball in Deutschland ist der SC Freiburg vielleicht der wichtigste Fels in der Brandung. Wo Geld schon immer fehlte, Jugend so viel Vertrauen genießt und das Unkoventionelle (immer mal wieder) siegt. Es tut einfach gut das zu sehen – und zwar nicht als Vereins- sondern als Fußballfan. Von Kiel bis Burghausen: GLÜCKWUNSCH!

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(Foto via www.fudder.de)

 

Einzelkritik Toni Kroos

Furche-Einzelkritik. Heute: T. Kroos (City vs. Real 0:0)

Reals Dirigenten merkte man im Aufbau das Fehlen seiner Ersten Geige Ronaldo an. Deshalb ohne Fixpunkt, offensiv so blass wie Nosferatu an guten Tagen. Seine Laufwege hingegen wie immer clever, ohne echte Tempowechsel, ein Jogger im Central Park, etwas angeschwitzt. In der ersten Halbzeit mit Modric so präsent wie Behle 1980, das Zentrum getränkt in weiße Leere. In Hälfte zwei dann auffälliger, seine Diagos und Schnittstellenmonster sezierten Citys Abwehr in chirurgischer Perfektion. Die Ecken nun gefährlich, plötzliches Tiki-Taka nie ohne ihn. Das macht ein gutes Pferd (hier: Dressur) eben aus – auch an weniger großen Tagen so ultrakonservativ Bälle zu sichern und zu verteilen wie Goldbarren im Fort Knox. 90. Minute ausgewechselt. Keine Ovationen.

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Elf des 31. Spieltags

Pass in die Gasse #15

Sätze der Bedeutungslosigkeit #15

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1. „Ich weiß von nichts und wenn es kurz bevorstehen würde, dann würde ich es wissen.“ (Jannik Vestergaard, Hellseher)
2. „Letzte Woche war Djourou auch schon Thema, da haben aber ein paar Dinge noch nicht gepasst. Er ist für Freitag ein klares Thema, aber auch da müssen wir den Donnerstag abwarten.“ (Bruno Labbadia, Theoretiker)
3. „Ich sehe schwarz!“ (Uli Stein, Frankfurter Astrophysiker)
4. „Ancelotti hat mich angerufen und gesagt: ‚Massimo, bring den Klub in die Premier League und ich komme zu dir, denn der einzige Ort, an den ich zurück will, ist England.“ (Massimo Cellino, Besitzer von Leeds United live aus einem Pub)
5. „Wenn wir wirklich ein Top-Verein werden wollen, dann müssen die Verantwortlichen auch weiter etwas machen. Bisher wurde immer in den Kader investiert. Wenn das so bleibt, kann ich mir vorstellen, dass ich bleibe.“ (Luiz Gustavo, VW-Vorstand und Weltfußballer des Jahres)

Never forget the 96

Elf des 29. Spieltags

Von Mihajlović bis Lichy

Drei Nachrufe

Da legt man grippebedingt auch mal eine kurze Länderspielpause ein, da spielt Wolsburgs-Cincinnati Kid mit seinem Riesenriemen rum, da erntet Johannes Geis einen Shitstorm wegen seiner Begleitung und Bayern München hängt sich wohl an Romelu Lukakus Fersen (in unseren Augen der beste Stürmer der Insel). Doch das sind alles Nebengeräusche, lästiger Spam-Lärm aus aufgedunsenen Pressemeldungen inkl. Sport1-Videos aus der Newsletter-Hölle. Das alles ist so langweilig und belanglos. Und dann gibt es da die andere Fußballwelt. Wo es Spieler noch mit Fußballspielen in die Titelzeile schaffen, weil die Wahrheit immer noch auf dem Platz liegt. Da war Johan Cruyff Missionar, Künstler und König in einer Person. Nach allem, was wir die letzten Tage so im fiebrigen Gemüt gelesen haben (und lesen mussten), finden wir folgende drei Nachrufe am anschaulichsten. Ruhe in Frieden, ewige Nummer 14!

Elf des 27. Spieltags

Der Nosferatu von ´66

“ […] Auch beim Turnier von 1966 in England herrschte oft „böser Fußball“, vorgetragen diesmal von den Tretern aus Argentinien und Uruguay. Zum Sinnbild des Bösen wurde allerdings der als „Staubsauger“ vor der Abwehr agierende Engländer Nobby Stiles. Das hatte auch mit seiner Spielweise, vor allem aber mit seinem Aussehen zu tun: Vor jedem Spiel legte der kurzsichtige „Giftzwerg“ (166 cm) sein Gebiss ab, um mit spitzen Schneidezähnen seinen Gegner ‚anzulächeln‘.“

Nobby-Stiles-Nosferatu

(aus: „Geheimnis Fußball – auf den Spuren eines Phänomens“, von Christoph Bausenwein. Verlag Die Werkstatt. Göttingen 2006. S. 131)

 

Fallrückzieher Okazaki

Rudi Vata, Fußballgott!

Elf des 26. Spieltags

Wie die Grafik beweist…