Theaterstück über „Juller“ Hirsch

Zwei Mal deutscher Meister, Olympiateilnehmer, erster „Star“ im deutschen Fußball, Soldat im Ersten Weltkrieg, dann nach Ausschwitz deportiert und getötet. Dem Leben von Julius „Juller“ Hirsch widmet sich nun das Theater der Jungen Welt Leipzig. Premiere ist am 8. April, zehn weitere Bundesligastädte folgen: http://www.mdr.de/mediathek/mdr-videos/a/video-84424.html

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Sätze der Bedeutungslosigkeit #19

1. „Der Kopf ist auch mit entscheidend.“ (Nicht wirklich, Alexander Nouri?)
2. „Selbst wenn ich gehe, wird Arsenal nicht jedes einzelne Spiel gewinnen.“ (Und wenn sie bleiben, Herr Wenger?)
3. „Die kommen zwar sehr vom Läuferischen her und sind bisher eine der Mannschaften, die am meisten gelaufen ist.“ (Tony ‚Forrest‘ Jantschke über RB)
4. „Barack Obama ist natürlich herzlich willkommen. Er soll früh Bescheid sagen, damit wir Sicherheitsvorkehrungen treffen können.“ (Torsten Frings, Botschafter)
5. „Generell ist es so, dass der Privatjet früher die Regel war– heute sind Privatjets die Ausnahme.“ (…welche ja die Regel bestätigt, liebe Fifa-Generalsekretärin Fatma Samoura)

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„Fußballerisches Plankton“

Nick Hornbys ‚Fever Pitch‘ erzählt von einem Mann, der als Fan von Arsenal schwere Zeiten durchlebt, weil das Team ein Spiel nach dem anderen verliert. Welch maßlose Dekadenz, so meinen wir, betrachten wir das Fan-Dasein von Harry, denn:

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(aus: Der Trost der Dinge von Daniel Miller. Suhrkamp Verlag 2010)

 

Auswärts ist man asozial

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(random Szenebild; extrem dramatisch)

Auswärtsfahrten leicht gemacht! Die Fans des FC Schalke 04 sind in Saloniki absolutely welcome, vor allem nach dem letzten Aufeinandertreffen in Gelsenkirchen 2013. Da reist man gerne, nimmt gerne den Papa und die Mama mit, da freut man sich auf Souvlaki in der Innenstadt, ein wenig Schlendern hier, ein paar Fotos vom Hafen dort. Alles überhaupt kein Problem, nur sollte man „angesichts der speziellen Situation vor Ort“ ein paar klitzkleine Regeln beachten:

– Das Ticketkontingent im Gästebereich ist restlos vergriffen und die Karten wurden personalisiert – es wird vor Ort also keine Chance für Schalker geben, noch an Karten zu kommen.
– Bei Einzelbestellern wurde der Name nicht vom Auswärtskartenteam auf dem Ticket eingetragen, diese müssen dies selbst erledigen, da die Daten bereits nach Griechenland übermittelt wurden.
– Am Spieltag hat die griechische Polizei den „Platz am Weißen Turm“ am Rand der Altstadt als Treffpunkt für Schalke-Fans vorgeschrieben und kann nur dort einen sicheren Aufenthalt garantieren. In der Nachbarschaft des Platzes gibt es einige Verpflegungs-Möglichkeiten, die genutzt werden können. Von dort startet der ebenfalls vorgeschriebene Busshuttle zum Stadion – vom Versuch, auf eigene Faust zum Stadion zu gelangen, wird dringendst abgeraten!
– Der Start des Busshuttles ist für 18.30 Uhr geplant, es sollen immer fünf Busse pro Konvoi zum Stadion fahren – mit Wartezeiten zwischen den einzelnen Konvois ist also zu rechnen.
– Vorm Einstieg in die Busse ist eine Kontrolle durch die Polizei angekündigt, bei der Ausweis und Ticketnummer abgeglichen werden.
– Es dürfen keine Getränke mit in den Bus genommen werden, in den Bussen wird es kein WC geben. Die Fahrtzeit und Routenwahl der Busse ist abhängig von den Regelungen der griechischen Polizei, es können bis zu 45 Minuten Fahrtzeit werden.
– Es ist angekündigt, dass die Busse nach der Ankunft am Stadion einzeln und nacheinander entladen werden und dann zum Weißen Turm zurückfahren.
– Am Eingang erfolgt zunächst eine erneute Kontrolle von Ticket und Ausweis durch Ordner und Polizei, der Zugang erfolgt durch eine kleine Tür und dann vier Drehkreuze.
– Es gibt zwar eine Abgabestelle für Taschen oder Rucksäcke, diese ist aber fragwürdig.
– Im Block werden Polizei und Ordner anwesend sein, die untersten Stufen werden deshalb freigelassen werden müssen. Zaunfahnen sind als einziges Tifo-Material erlaubt und dürfen am Zaun aufgehängt werden. Hiervon wird allerdings abgeraten, da für die Sicherheit der Fahnen nicht garantiert werden kann.
– Die Polizei entscheidet über die Länge der Blocksperre, diese wird mindestens eine Stunde dauern.
– Im Anschluss daran erfolgt der Shuttle zurück zum Weißen Turm, wo man sich nach Möglichkeit Taxen organisieren sollte.
– Grundsätzlich sollten S04-Fans in Thessaloniki defensiv und zurückhaltend auftreten.
– Es empfiehlt sich daher, am besten in der Stadt auf jegliche S04-Fanartikel zu verzichten und nicht als größere Gruppe aufzutreten.
– Für eventuell auftretende Probleme ist deutsche Polizei vor Ort, zudem besteht Kontakt zur deutschen Botschaft und zu Anwälten.

Jetzt (fest) zuschlagen!!1!

Internationale 18Uhr-Spiele sind unter Fans besonders beliebt. So beliebt, dass sich zwischen Mainz 05 und dem französischen Kult-Verein St. Etienne 20.000 Seelen ins Stadion schleppen und der FC Schalke 04 seine Tickets so verhökert wie der VfL Wolfsburg seine „Wölfi-Schals“. Der Moment, in dem die einst so moderne Arena keine Attraktion mehr darstellt, die Fans beim Anstoß noch auf der Arbeit hocken und ein gewieftes Klub-Mitarbeiterlein auf die Idee schlechthin kommt. Das Ende des Fußballs ist nicht bloß, es ist auch noch peinlich.

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Der Untergang

Wir sind Flüchtlinge. Wir flüchten vor dem, was sich anmaßt Fußball zu sein. Wir flüchten vor dem, was jährlich neue Rekordumsätze vermeldet. Wir sind Flüchtlinge, und schon lange fragen wir uns, wie alles angefangen hat, wie es dazu kommen konnte, dass unsere Väter, die uns einst in die Kurve schleppten, nur noch abwinken. Was tun wir jetzt, wo uns die eigenen Vereine hintergehen, sie mit Kalkül unsere Wünsche ignorieren, Umsätze dem Sport vorziehen? Was tun wir jetzt, wo wir uns nun am Samstagmorgen fragen, warum wir uns das noch antun, uns ernsthafte Sinnfragen stellen? Sind Sky und DAZN nicht doch die bessere Variante, weil die Stadien wieder leerer würden und vor lauter Touristen in Stille ersaufen könnten? Wann lacht der letzte Verband über den Slogan „Football without fans is nothing“? Wann gestehen sich endlich alle ein, dass es nicht um Fußball geht, dass alles Fake ist, so wie beim Basket- oder Baseball, wo Familienväter in Werbepausen zu tanzenden Affen mutieren und sich junge Paare in „Kiss-Cams“ durch fettige Donut-Öffnungen lecken? Wir sind Flüchtlinge, und wir sterben, und vielleicht wissen das Groundhopper schon sehr lange, vielleicht sind sie gar keine Sammler oder exotische Einzelgänger, vielleicht wollten sie es nie sein, vielleicht lagen wir immer falsch. Vielleicht haben sie das Ende des Fußballs schon sehr lange kommen sehen und versuchen in Wahrheit nur, die letzten Stadien, die Bastionen letzter Fankultur, vor ihrem arenischen Niedergang zu besuchen, wie Tiere, die den Untergang der Welt in Monden lesen.

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Wir flüchten nach Teneriffa, in zweite, in vierte Ligen, und wir weinen tausend Tränen. Keine Polizisten, keine Security, mit verschlossenem Rucksack gleiten wir an den netten Damen der Kartenkontrolle vorbei, schmuggeln Dosenbiere, trinken sie in letzter Reihe, stehend. Ein Stadion inmitten seiner Stadt, seiner Menschen, nicht irgendwo da draußen in der Nähe von IKEA, nicht weg vom Leben. Ein Stadion wie ein Schrebergarten, zehn Meter bis zum nächsten Nachbar, zum nächsten Kiosk, zum 1,50€-Bier. Tausend Tränen, wir erinnern uns, wie es einmal war, daran, wie Fußball einmal war, irgendwas kommt uns bekannt vor. Ohne Nike, Red Bull und Gazprom, ohne Viagogo und Sky. Erinnern uns plötzlich daran, als wir noch über diesen Typen namens Reinhold Beckmann in Arsch-frisst-Hose-Jeans und Hawaii-Hemd lachten, der uns plötzlich die Bundesliga auf Sat1 präsentierte. Cool fanden wir die Super-Zeitlupe, grandios „ranissimo“ am Sonntag. An diese Zeit, wo die Flucht begann, ohne es zu wissen, in offene Messer, in sporttote Orte. Wir waren Idioten, naive Verliebte, wir hätten es kommen sehen müssen, hätten schon damals wissen müssen, dass man uns verkauft hat. Wir sind Flüchtlinge, und die Boote sind voll uns.

Hopppics: CD Vera vs. Arucas CF 1:3

Tercera Divisiòn, Spanien (4. Liga), 24. Spieltag, 05.02.2017, 12Uhr

 

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Nur ein Speerwurf vom Tor entfernt

Nach 112 Jahren wechselte West Ham United vom altehrwürdigen Upton Park in das umgebaute London Stadium, in dem 2012 die Olympischen Spiele stattfanden. Für viele Fans gleicht das immer noch einer Katastrophe und beschwört einen Kulturkampf zwischen Tradition und Moderne herauf. Gastautor Marian Thiel war vor Ort und machte sich selbst ein Bild.

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West Ham United vs. Burnley FC, 1:0
14.12.2016
London Stadium
Zuschauer: 56.990

Ein kleiner, dicklicher Junge spielt in den frühen 2000er Jahren mit seinem Bruder FIFA ’98. Er scrollt durch die Liste der Premier League-Vereine und entscheidet sich aufgrund seines positiven Verhältnisses zu Schinken für einen Club namens West Ham United. Trotz oder genau wegen dieses banalen Grundes bleibt der Junge dem Arbeiterverein aus dem Osten Londons über Jahre hinweg freundlich gesinnt.

Im voranschreitenden Alter schaute er sich dann auch mehrere Spiele im Upton Park, der legendären, inzwischen ehemaligen Spielstätte der „Hammers“, an. Schon der Weg zum Stadion verriet ihm, dass er hier nicht auf dem Weg zur Stamford Bridge oder zum Craven Cottage war (Fulham ist eine wirklich schöne Gegend). Nein, er war auf dem Weg zum Upton Park, hier marschiert man vorbei an tristen Reihenhäusern, schmierigen Fast Food Läden und Halal Metzgereien. Genau so hatte es sich der Junge vorgestellt. Er war so entzückt wie Snorre von Wickies starken Wikingern.

Shopping Center und moderne Appartements

Nach knapp zwei Jahren in London hatte mein Stadiontourismus in letzter Zeit doch ein wenig nachgelassen, auch West Ham hatte ich im neuen Stadion noch nicht erleben dürfen. Daher war ich umso glücklicher, als mir meine Burnley-Connection Will mitteilte, dass er für zwei Spiele seiner geliebten „Clarets“ ins ferne London aufbrechen würde. Da eines der Spiele gegen meine „Hammers“ ging, war ein Treffen vorprogrammiert.

Dezember 2016: Ich treffe mich mit Will auf ein fixes Pint in der Innenstadt, bevor es mit der Tube in Richtung Stratford zur neuen Heimat von West Ham geht. Anstelle von Pubs und Reihenhäusern, gibt es hier das Westfield Shopping Center und allerlei moderne Appartements zu bestaunen. Es ist nicht leicht, diese ersten Eindrücke auf dem Weg zum Stadion zu verdauen. Nach zwanzig Minuten entlang von Bauzäunen und anderweitigen Absperrungen, verliere ich nicht nur die Lust auf das neue Stadion, sondern sogar meinen doch eigentlich unstillbaren Hunger auf den obligatorischen Stadion-Pie.

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Einmal auf der Tribüne angekommen, wird es leider nicht besser. Es ist offensichtlich, dass das London Stadium in seinem Fundament wahrlich nicht als Fußballstadion erbaut wurde. Ober- und Unterrang sind durch große, ungenutze Flächen voneinander getrennt, was hinsichtlich der Stimmung Schlimmes befürchten lässt. Besonders die Gesamtgröße der neuen Heimstätte erscheint riesig. Während man im Upton Park die Eckfahne bespucken konnte, sind die Haupttribünen im London Stadium dank der vormaligen Laufbahnkrümmung einen Speerwurf vom Geschehen entfernt. Ich selber stehe hinter einem der Tore und bin schockiert darüber, wie weit das Tor gegenüber entfernt ist.

Zu wenig Teleskope, zu viel Anzeigetafel

„Besser zurücklehnen und das Spiel genießen“, denke ich. Doch ein paar gestolperte Minuten später wird klar, dass von Genuss heute keine Rede sein kann, weshalb ich zum Spiel auch nicht zu viele Worte verlieren möchte. West Ham spielbestimmend, aber lust- und ideenlos. Burnley robust und mit limitierten Mitteln, aber mit mehr Herz. Spannende Szenen sind Mangelware. Symptomatisch fällt das einzige Tor pe Strafstoß. Ich kann aber bis heute nicht sagen, ob es Foul-, Hand- oder weiß Gott was für ein Elfmeter war, da ich leider mein Teleskop zu Hause vergessen hatte. Wenigstens konnte ich bei jeder Spielunterbrechung die bunten Farben der riesigen Anzeigetafeln bewundern, die von Heineken-Bier bis zu maßgeschneiderten Anzügen ein lückenloses Repertoire anpriesen.

Die Stimmung im Stadion will ich natürlich nicht vergessen: Es gab keine. Während die überschaubare Anhängerschaft wenigstens ab und an noch Schunkel-Klassiker wie „We are the Bastards in claret and blue“ intonierten, kam vom Rest des Stadions wirklich gar nichts. Ich musste an ein Spiel in der vierten Liga denken, wo ich in Accrincton von 2.000 Zuschauern mehr auf die Ohren bekam.

Endlose Spaziergänge in charakterloser Landschaft 

So bin ich fast erleichtert, als das Spektakel nach 90 Minuten endet. Mein Abend im London Stadium war aber noch lange nicht zu Ende. Mein Dank gilt an dieser Stelle den Organisatoren im Queen Elizabeth Olympic Park: Der sich ewig hinziehende Rückweg gibt jedem Fan reichlich Zeit zur Reflexion und Verarbeitung des gerade Erlebten. Zum Beispiel kann man darüber nachdenken, wie heile doch die Welt der „Hammers“ in FIFA 98 war.

Alles in allem bleibt der Besuch als ziemlich schmerzhaftes Erlebnis in Erinnerung. Der Club mit all seinen Ecken und Kanten, der mich über Jahre so sehr verzückt hatte, existiert nicht mehr. Seinem angestammten Viertel entrissen, in ein Leichtathletik-Stadion verfrachtet, platziert er nun in einer charakterlosen Landschaft aus Einkaufsmeile und modernen (vermutlich unbezahlbaren) Wohnblocks. Da kann ich fast nachvollziehen, dass keiner mehr Bock auf Singen hat.

Marian Thiel

–> Wenn auch ihr von euren Hopps berichten wollt, lasst es uns wissen. Schreibt uns einfach via Facebook oder per Mail an: schottischefurche@yahoo.de

Coming Hopps: Italy

Furche stellt sich wieder einmal den bilateralen Beziehungen. Unsere COMING HOPPS:

Date: 24.02.17, 19Uhr
Ground: Stadio Mario Rigamonti, 27.547 Plätze
Match: Brescia Calcio vs. AS Citadella
Liga: Serie B

Date: 25.02.17, 15Uhr
Ground: Stadio Silvio Piola, 17.875 Plätze
Match: Novara Calcio vs. Spezia Calcio

Liga: Serie B
Date: 26.02.17, 15Uhr
Ground: Stadio San Siro, 80.018 Plätze
Match: Inter Mailand vs. AS Rom
Liga: Serie A

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Football Bloody Hell

91. Minute, 2:1 Bayern. Lewandowski bum bum – von wegen, ein klasse Tor! Nicht unbedingt die Ballannahme, sondern der zweite Kontakt ohne Kontakt zum Boden, in Rückenlage. Aber liebe Freiburger, hach. Nachdem Tom Bartels kaum eine Minute ausgelassen hat, um auf eure nicht vorhandenen finanziellen Mittel hinzuweisen und dass „es in den nächsten Jahren noch viel schwerer “ für euch wird, habt ihr 90 Minuten leidenschaftlich gekämpft und so rein gar nichts falsch gemacht.
Szene des Spiels: Ganz klar die vergebene Chance von Arjen Robben, der den Ball aus sieben Metern auf den rechten Schlappen bekommt, aber in Kreisliga-Manier mit links drunterhält. Respekt! In unteren Klassen heißt es bei solch einer „symptomatischen“ Situation mit Schmunzeln und etwas Kopfschütteln vom Rentnertum: „Naja, es reicht halt nicht.“

Darauf einen Ahlenfelder!

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Sätze der Bedeutungslosigkeit #18

1. „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass auch die Bayern im Moment große Probleme haben. Auch die suchen noch ihre Form.“ (von Oliver Kreuzers Kompetenzen als Manager wird auch der KSC profitieren)
2. „Wir brauchen bis Weihnachten Punkte, nicht nur am Samstag.“ (Alexander Nouri, Wahrsager)
3. „Viktoria Berlin wird uns zeigen wollen, dass sie mindestens genauso stark sind wie wir.“ (Jenas Trainer Mark Zimmermann, Bodybuilder)
4. „Er hat einen tollen Verein, ich habe einen sehr tollen Verein.“ (Ralph Hasenhüttl, bezahltes Mitglied)
5. „Ich ging zum Chef und sagte: ‚Du willst, dass ich gehe, oder?‘ Er hat mich nicht unterbrochen.“ (Kennen wir, Joe Hart, kennen wir!)

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Fake News zu Chapecoense

Drei Millionen Euro von Ronaldo, 40 Millionen Euro von Paris St. Germain: Schwachsinnigen Seiten wie „The SPORT Bible“ oder „BenchWarmers“ gefällt das besonders. Sogar wenn es Gerüchte von 15-jährigen Internet-Kids aus Bolton sind. Null Recherche, nur Klicks, die alte Leier. Doch geht es diesmal nicht um irgendeinen möglichen Messi-Transfer.

Zum Artikel –> http://backpagefootball.com/fake-news-football-tragedies-profit-first-fact-check-late/112688/

Völlig losgelöst von der Erde

»Der DFB wirkt wie ein Raumschiff«
Zwischen Traumwelt und Realität: die Kluft zwischen DFB und den Amateurvereinen wird immer größer. Der FC Internationale Berlin schickt deshalb 11+1 Wünsche an DFB-Präsident Reinhard Grindel.

Via 11 Freunde: http://www.11freunde.de/interview/wunschzettel-den-dfb

Werbung. Thon. Werbung.

Werbung. Dann Ansage, dass jetzt die Highlights kommen. Dann sagt Olaf Thon was zum UEFA Cup 1997. Dann Nizza gegen Salzburg in 60 Sekunden. Dann Werbung. Dann Ansage, dass jetzt Mainz und Manchester United kommen. Dann ein Satz von Olaf Thon. Dann Werbung. Dann erste Halbzeit Mainz. Drei Tore, dazu zwölf Zeitlupen aus nochmal so vielen Kameraperspektiven, inklusive Taktik-Grafiken von Photoshop Philipp. Dann Werbung. Dann Ansage, dass gleich die Highlights der zweiten Halbzeit kommen. Fenerbahce gegen Manchester wird sich mit Domian überschneiden. Es ist die Hölle. Wann kommen endlich die ‚Sexy Sport Clips‘?!

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Nachgetreten

Obacht, liebes Publikum, dies ist keine Hetzkampagne. Wiederhole: sie befinden sich in keinem Shitstorm! Wir deuten bloß einen miesen Kinnhaken an, nachdem sich das öffentlich-rechtliche Guckloch bereits am 15. Dezember 2015 für den DFB-Pokal-Klassiker FC Bayern München gegen SV Darmstadt 1898 e.V. (ein völlig überraschendes 2:0) und nicht für das 3:4 zwischen Borussia Mönchengladbach und dem SV Werder Bremen entschied. Daher #CELBMG lieber via 11 FREUNDE und mit sportlichen Grüßen an ZDF Sport:

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Es macht einen traurig …

…diesen FCK so zu sehen. Eine Mischung aus Dilettantismus, Pech und fehlender Qualität, das alles vereint den erneuten „Aufbruch“ am Betzenberg. Warf man den Teams von Runjaic und Fünfstück das ein oder andere Mal fehlende Aufopferung vor, so kommt man hier, trotz der vielen Verletzungen, nicht um den Eindruck herum, dass diese Truppe einfach nicht mehr Können besitzt. Es macht einen traurig diesen FCK so zu sehen. Denkt man doch an Walter und Eckel, an Briegel und Toppmöller, an Ehrmann und Kuntz, an Ratinho und Marschall. Als unser einer noch sehr klein war und aufgespannte Schirme über den Köpfen der Schiris vor der West bestaunte, war der Betze die „Bastion“ und Dieter Kürten begrüßte den FC Barcelona inmitten einer Pyroshow, wie sie Johannes B. Kerner nicht gewaltiger hätte inszenieren können. Es tat gut zu wissen, dass es da diesen einen Ort gab, vor dem sich die Bayern wirklich fürchteten. Es tat gut zu wissen, dass sich Spiele nur mit Leidenschaft drehen lassen und es den „12. Mann“ wirklich gibt. Heute schaut man einer ratlosen Viererkette in Heidenheim zu, der man Miroslav Kadlec als Libero und Harry Koch als Verteidiger wünscht. Natürlich ist das alles naive, mundschäumende Nostalgie aus dem Traditions-EffEff, doch es macht einen einfach nur traurig diesen FCK so zu sehen…

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Sätze der Bedeutungslosigkeit #17

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1. „Bislang haben wir zur Pause immer zu Null gespielt.“ (René Adler, Schönheitschirurg)
2. „Fußball ist eben Männersache.“ (2m groß, 1m breit, 74er IQ: Luis Suárez)
3. „…deshalb brauchten wir über die rechte Seite einen Spieler [Sascha Riether!], der offensive Qualitäten hat.“ (Markus Weinzierl live aus dem Paralleluniversum)
4. „Er muss auf sich achten, auf seinen Schlaf, das ist entscheidend! (Lucien Favre rät Mario Balotelli zu mehr Professionalität)
5. „Verhandelt Werder mit van Gaal?“ (ROFL: Hamburger Abendblatt)

Heute Solna, morgen Solna…

Schon mitbekommen was in Solna los war? Und wann war eigentlich der Zeitpunkt, an dem sich Journalismus auf Gleichschaltung einigte? Nahe des Hirntods (eine wichtige Nachricht des BGHs hält uns gerade am Leben) hier die (brand)aktuellen News, News, News von gestern, vorgestern, heute, morgen, übermorgen, überüberübermorgen in der Sportschau und im aktuellen Sportstudio (Jochen Breyer: „Ja, das ist ein Applaus wert!) und am Tag drauf am Warsteiner-Kormbacher-Kia-Hasseröder-Volkswagen-Stammtisch, bevor sich dann am Montag der Bautzener-Stadtschreiber mit dem Titel „Tradition zeigen und bewahren!“ dem Thema widmet und von Kapitän Schwandt (Menschenrechtler und Dreizeilendiktator) öffentlich zerrissen wird.

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1. KICKER- Einlauf-Rentner: Solna tauscht Kids gegen Senioren (http://www.kicker.de/…/video_einlauf-rentner_solna-tauscht-…)
2. ZEIT ONLINE – AIK Solna: Einlaufrentner statt Einlaufkinder (http://blog.zeit.de/…/aik-solna-einlaufrentner-statt-einla…/)
3. SPORT 1- Schweden-Klub mit Einlauf-Rentnern (http://www.sport1.de/…/aik-solna-aelteste-klubmitglieder-er…)
4. RP ONLINE- AIK Solna tauscht Einlaufkinder gegen Senioren (http://www.rp-online.de/…/aik-solna-tauscht-einlaufkinder-g…)
5. ABENDZEITUNG MÜNCHEN – Senioren statt Einlaufkinder: Rührende Aktion in Schweden (http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.aik-solna-if-gef…)
6. HAMBURGER MORGENPOST – Süße Aktion Einlaufkinder durch Omas und Opas ersetzt (http://www.mopo.de/…/suesse-aktion-einlaufkinder-durch-omas…)
7. T-ONLINE – Senioren ersetzen Einlaufkinder (http://www.t-online.de/…/fan-aktion-in-schweden-senioren-er…)
8. RAN- In der ersten schwedischen Liga: Einlauf-Rentner statt Einlaufkinder (http://www.ran.de/…/in-der-ersten-schwedischen-liga-einlauf…)
9. 11 FREUNDE- Senioren statt Einlaufkinder (http://www.11freunde.de/video/schoene-geste-schweden)
10. DIE SCHOTTISCHE FURCHE – Endlich! Rentner statt Kinder! (http://wp.me/p38C4m-1VF)

Von Denkern und Lenkern

Zitat: „Der Kopf denkt, der Fuß lenkt.“ Dass diesen Satz Günter Netzer und nicht Jürgen Kohler über die Lippen brachte, ist natürlich wenig überraschend. Netzers Spielweise war nämlich genau das: eine Symbiose aus Denken und Lenken. Doch das Zitat sagt noch mehr aus. Netzer behauptet damit auch, dass es eine Verschmelzung zwischen Körper und Geist gibt. Dies wiederum würde bedeuten, dass – auf den Fußball bezogen – Kopf und Fuß im Single-Modus nicht existieren und schon gar nicht agieren können.

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Mit dieser These grätscht Netzer sämtliche Philosophen à la René Descartes um, die fest an „Cogito, ergo sum“ (Ich denke, also bin ich) glauben und Kopf und Fuß sehr wohl voneinander getrennt betrachten. Aktuelle Vertreter dieser Theorie sind u.a. Markus Weinzierl („Das Spiel wird im Kopf entschieden“), Pep Guardiola („Alles Kopfsache!“) und Oliver Kreuzer, der sich inzwischen spezialisiert hat („Relegation wird im Kopf entschieden“).

Eine allgemeingültige Antwort darauf, ob „Körpersprache“ und „Kopfsache“ eine oder keine Einheit bilden, wird es allein schon wegen der vielen unterschiedlichen Probanden nicht geben. Vielleicht genügt einem Team ja auch 1x Denken (Netzer) und 1x Lenken (Podolski: „Rein das Ding und ab nach Hause!“) Man weiß es nicht und genau das macht es aus. Deshalb kann man Günter Netzer nur dankbar sein. Dafür, dass seine Aussagen immer zum Diskurs führen. Heute wird er 72 Jahre jung – von Kopf bis Fuß. Glückwunsch!

Hopppics: UE Figueres vs. UE La Jonquera 1:1

Estadi Municipal de Vilatenim (Kapazität 9.472)
Tercera División, Catalonia (4. Liga), 3. Spieltag, 04.09.2016, 19:30Uhr

Fotos: Schottische Furche

Zwei Wochen Askese

URLAUB!
Folks, nachdem der FC Arsènel London den größten Verteidiger aller Zeiten für einen Kaffeekassensatz von lächerlichen 41 Millionen Euro verpflichtet und Filip Kostić eine würdige Rückennummer gefunden hat, kann die Furche nun endlich guten Fußballgewissens in den Urlaub fahren. Wir klinken uns zwei Wochen aus, legen uns an draxlerlose Strände und versuchen die Transferperiode 2016 einfach zu vergessen. Gut, hier und da ein Hopp in Spaniens unteren Ligen, aber das gehört zu einer guten Kur eben dazu. Ansonsten: kein Internet und keine +0044, nur Askese.

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Coming Hopp: Figueres vs. La Jonguera

Match: UE Figueres vs. UE La Jonquera
Liga: Tercera Division, Gruppe 5 (4. Liga, Katalonien)
Kickoff: Sonntag, 04.09.16
Ground: Estadio Municipal de Vilatenim
Kapazität: 9472 Zuschauer
Prognose: wie Rödinghausen gegen Siegen in Ahlen als Derby

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Song 2 beim Gegentor

Sonne, Wolke, Regen, Wind, es war alles dabei. Metapher und so. Immer gut als Texteinstieg jaja. Zwei Spieltage rum. Der Gast Viertletzter, der Gastgeber Letzter. 0 Punkte. Garantiert alles, nur kein müder Sommerkick. Im gut situiertien Stadtteil List findet man eine gestriegelte Anlage mit vier Fußballplätzen, zwei Tennis Courts und ein altehrwürdiges Rugbyfeld. Genauer betrachtet aber springen einem bildschöne Schürfwunden ins Auge: Lädierter Rasen, vergilbte Torpfosten und unkrautüberzogene Betontreppen. Für satte 6 ermäßigte Euro bekam die Furche ein Duell auf Kniehöhe präsentiert. Mittelmäßiges Gilde Plastikpils und knackige Senfpeitschen für je zwei Dublonen manipulierten den ersten Eindruck einer einfältigen Stadtsportanlange ohne Herz. Am Ende standen viel K(r)ampf um Ball und Beine, zwei Elfmeter, ein auf den Hartboden aufgeschlagener Aufsteiger und eine marktschreierische Gästebank auf dem Matchplan. Nerven komplett Stefan Blank. Was macht der eigentlich? Highlight: ein kurz überforderter rentnerischer Stadionsprecher, der beim 0:1 doch glatt zum Song 2 von Blur griff. Wohooo! Kundenrezension: Gerne wieder!!1!! Echt!!1!! War diese Rezension für Sie hilfreich?

(HSC Hannover vs. VfL Oldenburg 1:2, Oberliga Niedersachsen, 21.08.2016)

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