Barcas Brechstange

Furche übrigens El Clásico geguckt und danach regelrecht verstört gewesen. Besonders hinsichtlich Barca ist uns kein Zeitraum in Erinnerung, in dem die Katalanen so schwach und ohne Sinn und Verstand zusammengesetzt waren. Da ist einerseits behäbiger und umständlicher Koeman-Fußball, aber andererseits auch ein Kader aus viel Mittelmaß und Grüppchenbildung. Da zocken junge Kerle unter sich, da wird ein Coutinho erstmal auf der Bank geparkt, da kommt in Minute 74 ein Agüero für einen, der ihn eigentlich bedienen müsste (Ansu Fati).

Es passt hinten und vorne nicht, von außen wird Risiko als Fremdwort vorgelebt und Memphis Depay als kreative Schaltzentrale kommuniziert. Trauriger Höhepunkt war die Einwechslung Luuk de Jongs fünf Minuten vor Schluss, in denen man den Niederländer bemitleiden musste. Jeden Ball verstolpert, völliger Fremdkörper, Ballbesitz bedeutete Ballverlust. Es ist so befremdlich, dass der FC Barcelona, seit jeher die Inkarnation für fußballerische Schönheit, hilflos hohe Bälle in den Strafraum kloppt und auf die Stirn eines 31-Jährigen angewiesen ist. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Barcelona packt die Brechstange aus. Gut, dass König Johan das nicht mehr ertragen muss.

Schon deshalb hatte dieser Clásico nichts mit europäischem Spitzenfußball zu tun. Kaum größere Namen, keine epischen Eins-gegen-Eins-Duelle, keine virtuosen Momente. Im Anschluss Liverpool zocken zu sehen, kam einer Erlösung gleich.

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