Kategorie: Stammtisch

Elf des 26. Spieltags

Das Warten ein Ende: Sammy Kuffour und Victor Agali in der Elf des 26. Spieltags! Auch das Gespann Kovac-Borimirov wirbelt frisch wie Mettpaste durchs Mittelfeld. Ein Traum! „Mann des Tages“ war übrigens Bernd „Brazilian“ Schneider (allein wegen seines Ohrrings).

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Wie die Grafik beweist…

Symptomatisch! #2

Betreff: „Unnützes Wissen“

Elf de 25. Spieltags

„Pizza“ vor 15 Jahren

Die „Hollywood-Welt“ im Wortlaut

„Von einem ehrgeizigen, geradlinigen und korrekten Trainer erwarte ich, dass er diese Lizenzauflagen auch erfüllt. […] Das ist auch eine Frage ‘wie ordentlich bin ich und wie sehr bin ich bereit mich den Gesetzgebungen in Deutschland zu beugen‘. […] Wenn es mir dann nicht gelingt innerhalb von 1 ¼ Jahr diese Dinge nachzuholen, dann ist das auch ein Trauerspiel. […] Das war mir zunächst einmal recht peinlich, weil ich sowas überhaupt nicht für möglich gehalten habe. […] Ja, das ist für mich eine Selbstverständlichkeit…hat mich natürlich in meinen Grundfesten erschüttert. […] Und ich kann sowas einfach nicht ignorieren, wenn ich in diesem Job dauerhaft und seriös wirken will und entsprechend gute Jobs mir abholen will – geht nicht! […] Der SC Paderborn, dem ich ja nun seit 18 Jahren vorstehen darf […], dass ich es nicht zulasse, dass diesem Verein ein unseriöser Anstrich verpasst wird, durch Einflüsse einer mir nicht so nahen Welt – einer Hollywood-Welt – die uns Paderbornern nicht so gut zu Gesicht steht. Das lehne ich ab, das möchte ich nicht. Ich möchte, dass der SC Paderborn der Verein bleibt, der er auch vor Herrn Effenberg war. […] Penis-Affäre über Führerschein-Entzug, fehlender Trainerschein. […] Das mussten wir uns einfach zugestehen, dass diese Symbiose „Effenberg-Paderborn“ nicht gelungen ist. Wenn man es als Fehler bezeichnen will…ja, im Nachhinein ein Fehler, weil einfach die Ergebnisse, die wir uns von dieser Zusammenarbeit erwartet haben nicht gekommen sind. […] Und wenn Sie noch ergänzend wissen wollen – mich hat die „Begleitmusik“ aus München (Effes Claudia; Anm. d. R.) auch nicht ständig erfreut.“

Wilfried Finke, 03.03.2016

Elf des 23. Spieltags

Kommentar zum 11FREUNDE-Artikel „Was uns wichtig ist“

Ein User verlinkte den veröffentlichten Text mit dem einleitenden Satz: „11Freunde nimmt Stellung zu Hasskommentaren“. Genau darum geht es nicht. Das Magazin muss keine Stellung beziehen. Schon gar nicht zu dem Irrsinn, dass Fußball „nur“ Fußball und eben keine Politik sei.

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Fußball war und ist nämlich genau das: Sport, Kultur und Politik. Wer das nicht wahrhaben will, sollte sich dringend ein Geschichtsbuch zulegen. Unser geliebtes Rundes Leder wurde im Kaiserreich als „undeutsche Engländerei“ diffamiert, im Nationalsozialismus als arische Stärke instrumentalisiert, war im „100-Stunden-Krieg“ Auslöser von Gefechten zwischen Honduras und El Salvador mit 1200 Toten und wird heute als Werbeträger von seinen eigenen Verbänden benutzt und weggeworfen. Immer wieder auf das friedliche Miteinander hinzuweisen gehört deshalb in jede Kurve dieser Welt, in den Mund eines jeden mündigen Fans und erst recht auf die Tastatur von Journalisten.

Wenn ein Fußballmagazin wie 11Freunde wegen eines Posts angefeindet, beschimpft, ja gar bedroht wird, weil es ein „Refugees Welcome“-Banner von Werder Bremen Fans zeigt, sollten bei allen Journalisten, Bloggern und Redakteuren die Alarmglocken läuten. Das Magazin „nimmt keine Stellung“, sondern unterschreibt „Was uns wichtig ist“ im Namen aller MitarbeiterInnen und tut damit etwas, das definitiv „wichtig“ ist: es wehrt sich.

Selbst unser kleiner Blog steht regelmäßig vor der Frage, ob man auf die in Dummheit getränkten Mails oder Kommentare antworten oder diese doch besser direkt blocken, ignorieren oder löschen sollte. Letzterer Vorgang fällt nie leicht und stellt ein Paradoxon dar, steht man schließlich mit jeder veröffentlichen Zeile hinter dem Artikel 5 unseres Grundgesetzes. Mehr noch – man glaubt an ihn. Eine Meinung zu „löschen“ greift deshalb das Gewissen an. Immer. Doch handelt es sich hierbei nicht um Meinung, sondern um Hetze und Diffamierung.

Ein Beispiel: 2015 lief auf ARTE der Dreiteiler „Nordkurve“ an. Wir verlinkten den Trailer und wiesen auf den Sendetermin hin. Neben einem Mord handelt die Serie vor allem von privaten Problemen, die sich äquivalent zu denen in Verein und Fanszene verhalten. Unter anderem thematisiert das Drama, wie ein junger Fan an seiner Homosexualität fast zu Grunde geht. Es dauerte keine zehn Minuten nach Sendeausstrahlung bis zum ersten Kommentar („Was hat diese ganze Schwuchtelscheiße mit Fußball zu tun!?“) und keine zwanzig bis zum nächsten geistfreien Hieb („Wahrscheinlich seid ihr auch schwul, sonst würdet ihr so ein Schwachsinn nicht ankündigen“). Die „persönlichen Nachrichten“ mit den Usern führten in eine Richtung, die man eigentlich vor Gericht hätte weiterführen müssen.

Nun ist unser Blog in etwa so groß wie die Betreffzeile von 11Freunde. Man kann sich also in etwa vorstellen, was ein Magazin wie dieses (80.000er Auflage, 400.000 Abonnenten auf Facebook, 130.000 Follower bei Twitter) an Hasskommentaren und Drohungen aushalten muss. Daher gebührt es dem seit 2000 erscheinenden Blatt Respekt auszusprechen. Denn mit dem Artikel ist man im Hause Köster auch der Gewissheit entgegengetreten dem digitalen Mob eine weitere Breitseite anzubieten. Doch sagte man sich: Sollen sie doch. Sollen sie weiterhin versuchen unsere Zeilen und Bilder an den Pranger/ Galgen zu bringen. Egal.

11Freunde hat Haltung gezeigt und nur das zählt. Die Redaktion ist (endlich) eingesprungen für Fußball, Kultur, Politik – und für Menschen, die an die „universelle Sprache“ dieses Sports glauben.

hrp

P.S.: „NACHTRAG: Um 16:59 Uhr haben wir die Kommentare unter diesem Artikel abgeschaltet, weil es keine Diskussion zum Thema gab, sondern nur eine sinnlose Aneinanderreihung von Beleidungen, Beschimpfungen und Drohungen. Danke an alle Leser, die versucht haben, dagegen zu halten und uns auch in unserer Meinung bestärkt haben.“ (11Freunde)

Sätze der Bedeutungslosigkeit #14

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1. „Ich hätte Huszti vielleicht nicht aufstellen dürfen, weil er die ganze Zeit krank war und Antibiotika bekommen hat.“ (könnte stimmen, Armin Veh)
2. „Der Vorteil ist, dass wir schon seit Jahren um unser Leben kämpfen.“ (Viktor Skribnik aka. John Connor)
3. „Bei den vielen Sitzungen der vergangenen Monate waren die Fragen zur WM 2006 nur ein Randthema.“ (den Ernst der Lage verstanden: Wolfgang Niersbach)
4. „Es ist der andere Fuß als im Herbst.“ (Bruno Labbadia, Arzt von Albin Ekdal)
5. „Im Unterbewusstsein ist es eine kleine Kopfsache.“ (Lasse Sobiech, Psychoanalytiker)

Die Elf des 22. Spieltags

Quadratmeter im Angebot!

Re: Re: Re: Elf des Tages

Red Bull vs. Luckenwalde

Kreisligaalltag

Handball, Kirschneck, Piqué

Nur der HSV!

Busente!

OOOOH!

Pöbelalarm 7:48Uhr. Livestream. Immer noch. Der Laptop röhrt so laut und verboten wie ein gottverdammtes Atomkraftwerk. NEWCASTLE JETS VS. PERTH GLORY. 1:1 nach 38 Minuten. Nur Diego Castro sagt einem was. Gijon und Getafe, Dauerbrenner, nie verletzt! Die ham 20 Grad übrigens. Ein müder Sommerkick also, ihr F*****! Ne Stimmung wie auf ner Beerdigung, niemand singt, weil….OOOOOH 1:2! Und wer macht es??? Castro, of course! Und das ist noch nicht einmal verdiiiiiient…meine Meinung. Man könnte nämlich….OOOOOH Platzverweis Nigel Boogaard! Ein Name wie Winnetou Koslowski! Fußball, du bist ein Teufelskerl! OOOOOH 1:3! Torschütze Daniel Mullen vom chinesischen Erstligisten Dalian Aerbin. Zudem 13facher U20-Nationalspieler. Abwehr. 185cm. HOHES BEIN!!!! 1:4.

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Mentale Stammplatzgarantie

Flanke Kaltz, Kopfball Hrubesch

Scherz du Arschloch!

Von nem Umzug (Mindestlohn 8,50€/ Tonne) mit Maurerklase 0,5l auffem Weg nach Hause. Das Smartphone vibriert. Eilmeldung: „Krawalle in Köln. Polizei löst Pegida-Demonstration auf.“ Auf der Couch angekommen, erstmal gucken was da wieder los is am Rhein. Liveticker, Livestream, nee, nix. Wildes Gezappe. Dann doch plötzlich mittendrin statt nur dabei: zwei Gruppen verfeindeter Männergruppen unterschiedlicher Herkunft liefern sich Faustschläge und Beschimpfungen. Der Kommentator erkennt darin den in der Szene bekannten (tippe auf Hells Angels) Matthias Scherz, den stadtbekannten Türsteher Andrij Woronin sowie Kevin Russell, Sänger der Band „Böhse Onkelz“ (hier getarnt als „Jörg Neun“). Die Handlanger Chrissovalantis Anagnostou (bestimmt Grieche!) und „Ali“ Albertz (bestimmt Syrer!) sollen ebenfalls in den Ausschreitungen zu erkennen sein. „Das Volk“ schreit laut und treffsicher: „Scherz du Arschloch! Scherz du Arschloch!“. Das gefällt mir. Vielleicht weil ich dumm bin.

Hier geht´s zum Livestream–>http://video.sport1.de/video/rote-karten-fliegende-faeuste-rheinisches-derby-eskaliert__0_rhbzeyqa#.VpFo6UHHLZM.facebook

 

Sätze der Bedeutungslosigkeit #13

  1. „Das waren super Jungs, mit einem echt tollen Charakter. Da verliert man plötzlich nicht nur Kollegen, sondern auch Freunde.“ (Moritz Stoppelkamp, Überlebender)
  2. „Immer, wenn ich spiele, schaffe ich es, einige Spiele auf dem Platz zu stehen, doch dann verletze ich mich unglücklicherweise jedes Mal wieder.“ (Medhi Benatia, Analytiker)
  3. „Zu sagen, dies wäre ein guter Tag für die FIFA, ein guter Tag für den Fußball, wäre völlig falsch“. (S. Blatter, inzwischen auf Meth)
  4. „Ich habe noch einen Vertrag bis 2019 und ich bin glücklich hier. Alles andere regeln mein Papa und mein Berater.“ (in einer offenen Beziehung: Granit Xhaka)
  5. „Im September 1972 und im Mai 1976 wurde er Torschütze des Monats. Zudem ist Uli Hoeneß seit 1985 erfolgreicher Wurstwarenunternehmer. Zudem ist es Uli Hoeneß zu verdanken, dass wir 2001 keinen Bundestrainer bekommen hatten (haben; Anm. d. R.), der ein Drogenproblem hatte.“ (Jörn Christoph Ehlers, Verantwortlicher der Petition „Uli Hoeneß soll wieder Präsident beim FC Bayern werden“)

Es gibt so Tage…

Probleme des Alltags

Tipps: stressfrei Fußball gucken

TIPPS: So können Sie als Fußballfan mit Risiko zum Herzinfarkt die Spiele von zu Hause aus gesund und munter genießen:

• Stress abbauen: Stehen Sie während des Spiels auf und gewinnen Sie dadurch räumlichen und emotionalen Abstand zum Fernsehgerät. Werfen Sie den Grill (im Wohnzimmer) für die Halbzeitpause an oder holen Sie Getränke aus dem Keller. (nur Nordhäuser Doppelkorn!)
• schauen Sie ein Spiel von Bayern München
• Ein mitreißender Spielkommentar heizt die Stimmung zusätzlich an. Stellen Sie deshalb zeitweise den Ton ab und masturbieren Sie bei Tiki-Taka um zu entspannen.
• Besonders in Zeiten großer Fußballereignisse sollten Medikamente (Cannabis) gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen regelmäßig eingenommen werden.
• Nehmen Sie sich zu Herzen, was viele Fans nur schwer akzeptieren können: Es ist nur ein Bayern-Spiel!
• Nutzen Sie die Modefan-Technik: Zeichnen Sie das Spiel auf, während Sie einer anderen Beschäftigung nachgehen. Hat Ihre Mannschaft gewonnen, können Sie danach in Ruhe genießen, hat sie verloren, löschen Sie kurzerhand die Aufnahme.
• schauen Sie ein Spiel von Bayern München

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Che Legat, Trainerrebell

Schorsch Aigner deckt auf!

Zur Geburt war ich pünktlich!

Aprés-Ticker: Niederlande – Tschechien

So, Freundinnen und Freunde von Island, Tschechien und der Türkei. Furche heute mal ganz parteiisch, Furche heute mal mit Ticker. Und da Fb bei Kommentaren ja zwischen hop oder top entscheidet, folgt nun völlig zusammenhangloses Kommentargemetzel, siehe auch: verhaspeln/ verdaddeln.

  • Stream läuft nicht. STOP ADBLOCK! Ok.
  • Van Breukelen spielt nicht. Schade! Wirklich schade! Dann hätte man GANZ Europa hinter der Türkei.
  • AHA! Ein Bild wie aus den erotischen VHS-Zeiten. Gleich reißt vor Geilheit das Band und man hat exakt neunzig Minuten Zeit um Tesa aufzutreiben, bis Mudda und Vadda den Inhalt der Kassette sehen möchten.
  • Huntelaar spielt. Ob er das verkraften wird? Kopf runter danach zurück Auf Schalke? Warum muss er auch Holländer sein, dieser Boxfetischist!
  • Von und zu Blind wird, so wurde heute vom KNVB bestätigt, auch bei einem Ausscheiden Trainer der Oranje bleiben. Durchartmen also! Bevor die Niederlande die nächsten zwanzig Jahre Weltmeister wird, steht Rudi Carrel aus seinem Grabe auf und singt „Wann wird´s mal wieder richtig Sommer?!“ (Heinz Erhardt lacht Backstage)
  • Jeffrey Bruma im Vorwärtsgang. MUSS er beim Dino gelernt haben. Sonst nicht zu erklären. (Natürlich in der Zeit von Hrubesch, maximal von Heesen!)
  • Huntelaar gelbe Karte. Freistoß Tscheslowakei. Pardon, Tschechien natürlich. Furche ist verwirrt wegen all der Staaten, die anstatt Holland dabei sind. Zoet greift daneben. Van der Sar kurz vorm Suizid.
  • GOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOAL! Oh, Fußballgott, Nedved, Kuka, Kadlec…ach Poborsky, gebt mir ein PIVO, ihr geilen Hunde!
  • Zoet fällt beim Einschlag in den eigenen Horst nicht nur zu früh, sondern auch wie die gute, alte Bahnschranke. Hat wohl spekuliert. So sindse, die Viertplatzierten – tun Dinge wie Hoffen und Bangen und so. Ein Torgestell so löchrig wie der Käse. (Schweiz ist übrigens auch dabei!!!)
  • Übrigens ist es heute keine einzige, große orangene Masse. Viele geben sich neutral, sitzen da und frieren in dicken, schwarzen Mänteln und grauen Parkas, spucken vor sich hin wie angekotzte Kids auf dem Raucherschulhof. Bleibt nur die Frage, ob es beim Leichenschmaus auch Frikandel Spezial gibt. Hoffentlich! Wenigstens etwas Warmes in diesen bitteren Zeiten ohne Mut.
  • GOOOOOOOOAL!!!!!! 0:2 Tschechien! Josef Sural sprengt auch den letzten Deich! Einwurf, ein Kurzpass, eine Körpertäuschung….es muss schon außergewöhnlich komplex gedacht und gehandelt werden, um dieses niederländische Bollwerk zu zerschlagen!
  • „Ohne Holland wär hier gar nichts los!“ Vor unseren Augen öffnet sich ein Spektakel des Schlechten! Es ist so schlecht, dass uns schlecht wird, ja Holland sogar van Persie eine Chance gibt, seine Nationalelf in Würde zu verlassen.
  • Was ein blindes Gekicke! (sorry, der musste einfach irgendwann raus.)
  • Notbremse Tschechien. Rote Karte Suchy. Van Persie spielt den Ball in die Mauer. Es mutiert hier nun zu einer Standardorgie. Regie für die Goldene Himbeere: Wesley Sneijder
  • Halbzeit. Erstmal ein kühles Efes. 0:2. Und der Gegner heißt nicht einmal Island.
  • Nicht auszudenken, was in der Türkei gerade los sein muss. Vielleicht skandieren Sie ja wieder „Türkiye, Türkiye!“ und Heribert Fassbinder zieht Backstage Lines mit Christoph Daum. („Ist ein Brauch hier, ein Teil der Mentalität, Heribert! Hexenkessel, verstehst du!“)
  • So weiter geht´s. Da wir uns nun der Sache sicher sind, hat sich die komplette Furche anstatt Pausentee die Frisur der New Kids verpasst, ihr scheiß F*****! Jungeee eeeey!
  • Robin van Persie wachsen augenscheinlich mit jeder Minute noch mehr graue Haare. Warum denken wir gerade an eine Ähnlichkeit mit Guido Knopp. Geschichte hautnah erleben. Flachwitze ahoi! Bedankt!
  • Ecke Tschechien. Ballbesitz Snijder ———-> Einwurf Tschechien.
  • Tschechien spielt das clever mit zehn Mann aus. Klingt komisch, ist aber so. Bas Dost steigt aus der Abgashölle empor. Drei Sürmer! Drei Fragezeichen! Hoch und weit, das rat ich dir.
  • GOOOOOOOOAL!!!!! 0:3!!!!! Van Persie köpft ins eigene Tor. Leute, das ist….das ist….Kühlschrank!!! Prost!
  • Huntelaar verkürzt! Und joggt zum Mittelpunkt zurück. Auslaufen für Hertha.
  • Die Sympathien gegenüber den Holländern steigen wieder ein wenig. Ich glaube, es war so um 1990, als mein Vater mir erklärte, was an kick-an-rush so sexy ist. Irgendwie ganz trollig gerade, fast süß.
  • Inzwischen geht es darum, ob sich die Türkei noch direkt (!) qualifizieren kann, da Kasachstan (!) in Lettland (!) führt! Krämpfe vor lachen. Trainer, raus mit der Furche! Auswechseln! Geht nicht mehr.
  • Derweil zieht Gökhan Töre in der Lobby ne Knarre und wird nach 15 Minuten vom SEK abgeholt. Calhanoglu dem Herr Gott sei Dank bereits unter der Dusche in Sicherheit!
  • Kehrt nun van der Vaart zurück ins Team? Wäre zumindest ein Neuanfang!
  • Nur noch 2:3! Van Persie legt kurz seine dem Alter geschuldete Sehschwäche beiseite und locht. Von Langholz ist die Rede. Von einem Wunder. Furche kann dazu nichts sagen. Drops ist ämlich gelutscht.
  • Dost nun mit „Krawatte“. Blind außer sich vor Inkompetenz.
  • Noch vier Minuten. Konterfußball vom Allerfeinsten. Leider ist Alex Zickler zu alt und…ach fuck, auch kein Tscheche. Jetzt Eckfahnen-Gang Bang altgriechisch. Po raus, Po rein. So ist Fußball!
  • Türkei 1:0. Selcuk Scharfschütze! Tote Tulpen im Amsterdam! Drops gelutscht, wir sagten es. Türkei damit direkt durch.
  • „Wir schalten noch einmal nach Amsterdam, um auch eine gewisse Traurigkeit zu vernehmen.“
  • In diesem Sinne: „Good Night and Good Luck!“ (Edward R. Murrow)

Dampflokfahren ist kein Verbrechen!

„Unser Captain schwört auf Melkfett!“

Heute Abend steigt im Siegener Stadtteil Meiswinkel der Pokalkracher zwischen dem D-Kreisligisten SSV Meiswinkel/Oberholzklau und dem A-Ligisten FC Hilchenbach. Das lässt sich die Furche natürlich nicht entgehen und sendet einen Livereporter in die Södde Park Arena. Bevor uns Furchenredakteur Schäfer ab 19Uhr mit seinem Chaosliveticker belästigt, stand uns soeben Meiswinkels Dauerbrenner Thilo Dietrich Rede und Antwort:

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Furche: Herr Dietrich, heute steht für Ihren SSV Meiswinkel/Oberholzklau das wohl größte Spiel der jüngeren Vereinsgeschichte auf dem Plan. Mit dem FC Hilchenbach kommt ein gestandender A-Ligist in die Södde Park Arena. Wie ist der Tagesablauf für heute? Sie haben ja viele Studenten mit noch mehr Freizeit im Kader….

Dietrich: Alle sind heiß auf das Spiel. Nach einem leichten Anschwitzen heute Morgen sollte jeder am Mittag nochmal den Kopf frei bekommen, ehe es dann gegen Nachmittag auf die Södde geht. Wen meinen Sie eigentlich mit Hilchenbach?

Furche: Sie sind bisher noch ungeschlagen in der Liga (1 Sieg, 2 Unentschieden / Anm. d Red.). Der FC Hilchenbach gewann vergangenes Wochenende gegen den bisherigen Tabellenführer seiner A-Liga nur mit 5-1, wiederholt konnte man nicht zu null spielen. Meiswinkel wiederum stellt die zweitbeste Abwehr der Liga, schießt durchschnittlich starke zwei Tore pro Spiel und hatte am Wochenende spielfrei um Kräfte zu sammeln. Eigentlich eine klare Angelegenheit, oder?

Dietrich: Wir gehen natürlich als klarer Favorit ins Spiel. Alles andere als ein deutlicher Heimsieg wäre eine Enttäuschung für die gesamte Region. Ich mache mir da aber keine Sorgen. Unsere technische Überlegenheit wird uns auch heute wieder zum Sieg führen.

Furche: Hinzu kommt der Heimvorteil. Die berühmte Södde Park Arena wird heute Abend brennen, der Ascheplatz wurde frisch abgezogen und läd geradezu zu dem gefürchteten Langpassspiel Ihrer Mannschaft ein.

Dietrich: Es hat die letzten Tage stark geregnet. Der Platz wird tief und schwer zu spielen sein. Wir wollten eigentlich noch im Freibad schwimmen üben. Leider sind aber alle schon geschlossen. Ein Ausflug an die Bigge war leider kurzfristig nicht mehr möglich, da unser Mannschaftstraktor momentan repariert wird.

Furche: Wie sind eigentlich die Duschen? Wer bringt im Team immer das Shampoo mit?

Dietrich: Geduscht wird mit dem was da ist, notfalls auch mit Bier. Unser Captain schwört zudem auf Melkfett vor dem Spiel…oder eben in der Dusche.

Furche: Ist das Sportheim auf den Zuschauerandrang vorbereitet?

Dietrich: Das ganze Dorf ist wie elektrisiert. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt, das Bier steht kalt. In der Woche zu spielen ist natürlich immer schwierig. Viele Leute müssen auch spät noch arbeiten, eine Verlängerung käme uns ungelegen. Siehe gestern in Geisweid: Die Gäste von Grün Weiß Siegen mussten aufgrund von Schichtdienst die Partie mit 9 Leuten zu Ende bringen und unterlagenam Ende mit 3:5. Trotzdem werden wir heute Abend einen guten Kader haben.

Furche: Wir bedanken uns für das Interview und wünschen Ihnen viel Glück für heute Abend und Ihre weitere Karriere!

Kopfball Hrubesch…

UnbenanntIn einem kampfunbetonten Spiel unterlag die U12 Deutschlands der U21 Portugals mit 0:5. Trotz intensiver Vorbereitung (Bittencourt: „Jetzt ausscheiden, macht keinen Sinn!“) überraschte Trainer Ribbeck mit der Herausnahme von Offensivdauertalent Meyer, damit Hofmann auf der Bank noch mehr einnicken konnte. Warum man sich in einem Halbfinale nach einem Gegner wie Portugal richtet anstatt selbst das Spiel zu machen, kann wohl nur Löws Joachim beantworten, der gegen Italien einst ja ähnliche Gedankenströme zu verzeichnen hatte. Man weiß es nicht. Dabei wusste Flicks Hansi beim Stand von 0:3, dass man „mehr über außen kommen“ müsse. So wie früher. Mit Libero. Und dann bis zur Grundlinie…Flanke Kaltz…Kopfball Hrubesch…Bittencourt Gelb-Rot! „Was jetzt zählt ist Olympia 2016!“ frohlockt Locke Simon. Dann gegen Ibrahimovic. Dann gegen die Welt. Dann kann Ginter nach eigenem Stellungsfehler nochmal den Arm heben und beim Stand von 0:5 auf Hand reklamieren. Rio, wir kommen! 

Oooooh! Aaaaah!

Unbenannt3:49Uhr. Hellwach. Soeben ging zu Ende: Chile vs. Mexiko. 3:3. Meine Nerven liegen blank. Das soll nicht heißen, dass ich auf Phrasen stehe. Ich meine es wirklich so. Meine Nerven liegen blank! Komplett! Ein unglaubliches Spiel liegt hinter mir. Ein Spiel, das so viel Taktik inne hatte wie das 13:11 meiner ersten E-Jugend-Schlacht. Rauf und runter. Scheunentore so unendlich offen wie das bekackte Universum.

Die Kommentatoren sind Amerikaner. Beide null Ahnung. Der eine versucht sich mit Vidals Kilometerstatistiken. Der andere schreit einfach nur. 90 Minuten. Kann nicht schlafen. Höre ihn immer noch: „GREAT BALL…OOOOOOOH“. 2. Minute. Das bei einer Ecke, die aussieht wie der Freistoß eines Balljungen. „VERY VERY CLOSE AGAIN!“, he said…he screamed! Acht Meter drüber. Zwei Amerikaner, die von Fußball noch weniger Ahnung haben als Katrin Müller-Hohenstein im Kitzbühel-Urlaub mit Steffen Simon. Die Nerven liegen komplett…..“OOOH…GOOD BALL! MAGNIFICANT! ALEXIS IS JUST….ARE YOU KIDDING ME!?”. Auf dem Spielfeld wird der Schatz der Azteken gesucht. Alles zehn Meter wird der Boden umgepflügt. Danach eine Chance nach der anderen. Ding, dong…“TAKA-TIKI“, he said. Fühle mich wie beim Autoscooter, bin 16 und auf meiner Dorfkirmes, ohne Mädchen. Alles schreit, lacht, heult, der Typ in Freeman T. Porter Hose brüllt mich wieder an: „OOOOH VIDAL….AAAAAAH WHAT A RESPONSE! AAAAAH!“ Mexiko mit einer B-Elf. Zum zehnten Mal in zehn Minuten. Aber…“LOOK AT THIS!!!“ Steve Irwin lebt! Wieder ist der Ball drin. Wie heißt dieser Kommentator nur. Gebt ihm noch mehr Drogen. Bitte! Dann bleib ich jede Nacht wach. Chile schießt zwei Tore. Abseitstore. Die Nerven liegen blank. Komplett. „UUUUH, A PENALTY!“. Vidal läuft an…und…eine riesige Abrissbirne durchschlägt meine Wohnzimmerwand. Auf ihr tanzt ein Amerikaner mit einem Mikrofon so naturgeil wie Katie Perry beim Superbowl. „YEEEEEEEES! AAAAAAH! I´VE NEVER SEEN THIS BEFORE!“ Das erste Mal, dass er keinen Scheiß redet. Er hat wirklich noch nie Fußball gesehen. Wirklich: noch nie. Aber was ist das? „LOOK AT THIS! WHAT A BALL!“. Das Spiel ist seit Sekunden unterbrochen, alle Spieler drehen sich bereits teilnahmslos weg. Nur Steve Irwin will ihn einfach nur versenken wie….OOOOOOOOOOHHHH!!!!! AAAAAAHHHHH!!!!

Ermitteln Sie die reale Stärke!