Dirigent und Virtuose

Es geht weiter. Die Bundesliga bittet in knapp einem Monat zum 52. Tanz. Trotzdem möchten wir noch einmal an einen bestimmten Tag der WM erinnern. Am 7. Juli verstarb die argentinische Legende Alfredo di Stéfano im Alter von 88 Jahren an einem Herzinfarkt. Man sitzt dann als Blogger vor einem Dilemma. Auf der einen Seite eine der großartigsten Spielerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts und dessen Tod, auf der anderen Seite das Web, das Schlandige, die sekündlichen Beiträge über Eistonnen und Beißattacken. Wir entschieden uns am 7. Juli gegen einen Beitrag über den Begründer des „Weißen Balletts“ und waren uns einig, dass ein Nachruf ein adäquaterer Zeitpunkt für den Mann sei, der in 565 Spielen 466 Tore schoss und mit dem „Major“ Ferenc Puskás an seiner Seite acht spanische Meisterschaften für Real Madrid gewann. Ein perfektes Duo,eine Symbiose aus Technik, Schnelligkeit und Torinstinkt.
Der Dirigent und Virtuose di Stéfano wusste jedoch stets um die Bedeutung des Kollektivs: „Der Fußball hat mir alles gegeben. Ich habe ihn immer als Mannschaftsspiel verstanden und deutlich gemacht, dass ich nicht vergöttert werden will.“

So wird er immer in Erinnerung bleiben. Di Stéfano, Teamgeistler auf der einen, Ästhet auf der anderen Seite. Es gilt Abschied zu nehmen von einem, der als Erster und lange vor Cruyff und Maradona wusste: „Fußball ist eine Kunst – genau wie die Malerei.“

Gönnt euch 27 Minuten Genialität:

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