Hopp done: Hyundai A-League

Match: Brisbane Roar vs. FC Sydney 4-2

Datum: 16.11.2012, 19:00Uhr
Ground: Suncorp Stadium
Zuschauer: 22.970
Bratwurst: Fettige Chips und Burger, aus gesundheitlichen Gründen verzichtet
Bier: saftige 6,80 $, 0,425 l Carlton MID (kann man auch 10 von trinken)
Sitzplatzkarte: 26 $, freie Platzwahl im Block hinter dem Tor
Tore: 1-0 Broich (29.), 2-0 Partaalu (32.), 2-1 Del Piero (41.), 3-1 Halloran (44.), 3-2 Del Piero (48.), 4-2 Berisha (56.)
Besondere Vorkommnisse: Flitzer feat. Del Piero

The Roar vs. The Sky Blues

Das mit Spannung erwartete Duell des „back-to-back“ Champions aus Queensland gegen den Hauptstadtclub um Weltmeister del Piero versprach nicht nur guten Fußball, sondern hielt dieses Versprechen auch. Schon lange vor Anpfiff konnte man in ganz Brisbane Juventus- und Italien-Trikots mit Del Piero Schriftzügen erkennen. Damit wurde einem schnell klar, wie sehr dieser Spieler noch immer Massen polarisiert. Viele der fast 23.000 Zuschauer waren nur wegen ihm gekommen – der Zuschauerschnitt bei Brisbane Roar liegt sonst etwa bei 16.400. Zudem gastierte mit Sydney ein Gegner, der in Down Under u.a. durch zeitlose Startransfers (Pierre Littbarski, Dwight Yorke, Del Piero) als unbeliebt und arrogant abgestempelt wird. (was die wenigstens allerdings zugeben ist, dass man sich insgeheim über solche Namen im sonst beschaulichen A-League Fußball freut.)

Oranje bestimmt das Spielgeschehen

Der ursprünglich von holländischen Einwanderern gegründete, aber trotzdem sehr sympathische, Club aus Brisbane begann wie die viel zitierte „Feuerwehr“. Nicht nur die orangenen Leibchen erinnerten an die Vorfahren sondern auch das Spielsystem 4-3-3 und das aggressive Forechecking weit in Gegners Hälfte. Die Sky Blues kamen damit über die gesamten 90 Minuten nicht zurecht, was auch sechs Gelbe Karten belegen. Nach ersten Angriffen, die nicht gut zu Ende gespielt wurden, musste dann ein Freistoß von „The best A-League Import“ und uns aus Gladbach, Köln und Nürnberg bekannten Spielmacher Thomas Broich herhalten. Dessen Hereingabe segelte, an Freund und Feind vorbei, ins lange Torwarteck. Dies war der Startschuss für ein 25 minütiges Scheibenschießen auf beiden Seiten. Der gebürtige estische „Tower“ Erik Partaalu erhöhte auf 2-0, woraufhin sich del Piero nicht lange bitten ließ und machte eines seiner beiden Tore im Stile eines Weltklassefußballers. Aus knapp 20 Metern zog er mit seinem schwachen (Hat er einen schwachen?) Fuß ab und ließ Theoklitos im Tor keine Chance. Weiter ging es nun auf der anderen Seite, als sich Flügelflitzer Ben Halloran nach 44 Minuten zum wiederholten Male auf seiner rechten Seite durchsetzte und auf 3-1 erhöhte. Als nächstes folgte das schönste Es folgte das Tor des Tages: Del Piero ließ nach einem Doppelpass mit Yairo Yau die komplette Abwehr inklusive Torwart Theoklitos stehen und schob lässig ein. Für die endgültige Entscheidung sorgte dann der amtierende Torschützenkönig und Ex-Hamburger und Bielefelder Besart Berisha mit dem völlig verdienten und nicht weniger schönen 4-2.

Weltmeisterliches Händeschütteln

Einen Höhepunkt gab es noch: Zunächst mussten drei betrunkene Sydney-Supporter (von den ca. 80 Mitgereisten) aus dem Block geholt werden. (auf knapp 1000 km Anreiseweg kann man sich ein paar Bierchen trinken) Doch die Show ging erst richtig los als ein Flitzer das Spielfeld für sich entdeckte und schnurstracks zu Del Piero lief, der ihm wie selbstverständlich die Hand schüttelte und sich ein Grinsen nicht verkneifen konnte. Nach einem Spießrutenlauf ala Maradonas Jahrhunderttor über das halbe Spielfeld konnte das Spiel schließlich in seine letzten Minuten gehen. Mit einem weiteren Spieltag zwischen Hopp und Veröffentlichung des Textes sieht es für beide Mannschaften alles andere als rosig aus. Sydney steht weiterhin auf dem letzten Platz, während Brisbane diesen Sieg nicht vergolden konnte und gegen die Central Coast Mariners verlor. So bleibt ein enttäuschender 9. Platz und 12 Punkte Rückstand auf die Spitze. Ob die bereits dünne Luft für Trainer Vidosic nicht schon bald zum Kollaps führt, bleibt abzuwarten…
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