Christoph Biermanns "Dose der Pandora"

aus der aktuellen 11 Freunde-Ausgabe (125#, S.51-53) allein ist die Vierfuffzig am Kiosk wert.
„Wir bauen RB Leipzig mit dem Ziel aus, in drei bis fünf Jahren in der Bundesliga zu spielen. Wir wollen auch in der Champions League dabei sein und Erfolg haben.“ (Dieter Mateschitz, Besitzer Red Bull)

Liebes Fußballvolk,
die Furche warnt euch vor – nichts für schwache Nerven! Wäre der Artikel ein Film, würde der Rezipient nachher weitergeben, dass der Streifen einen „ziemlich runterzieht“. Denn was Biermann uns am Beispiel des RB (RasenBallsport !) Leipzig zeigt, offenbart die Neopower von Konzernen derart beängstigend, dass es nur konsequent erscheint, wenn im letzten Drittel des Berichtes Helmut Sandrock (Generalsekretär DFB) in einem Hauch mit der Erkenntnis steht: „Es wirken halt viele Kräfte.“ Oder wie es deren Ultras (Untertitel „Red Bull verleiht Prügel“ http://ultrasrbl.files.wordpress.com/2010/06/mobphoto_schrag1.jpg%3Fw%3D655) so schön sachlich plakatieren: „Für den modernen Fußball!“.

RB Leipzig wurde 2009 vom Unternehmen Red Bull gegründet und kickt bereits in der Regionalliga Nord. Dass diese Neugeburt bzw. dessen Wappen („Mach doch ein paar Striche dran, dann winken wir das durch“) satzungswidrig ist, fällt sogar demjenigen auf, der die 50+1-Regel nicht kennt. Und die macht uns ja angeblich zur besten Liga der Welt…

Lesen bildet ja. Also warum hier weiter reden. Der Artikel ist Pflicht für jeden Menschen, der das „Zeitalter des Konzernfußballs“ ablehnt und schlichtweg an das Gute im Allgemeinen glaubt.

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