Hopp done: 2. Bundesliga

Match: SC Paderborn vs. Dynamo Dresden
Datum: 17.02.2012, 18Uhr
Ground: Energieteam-Arena
Tore: 1:0 Wemmer, 1:1 Dedic (FE), 1:2 Dedic, 2:2 Taylor
Zuschauer: 8066
Bratwurst: Sehr gut-, 2€ (mit Brötchen, frisch)
Bier: Befriedigend, 3€ (Paderborner Gold, 0,4L)

„Was sagen denn die Einheimischen zu ihrer Stadt? Sagen die Partyborn oder was?“ –„Nee, die sagen Partyboring“. Unsere Mitfahrgelegenheit brachte uns nicht nur gut von Göttingen nach Ostwestfalen, sondern stimmte uns erfrischend auf das Zweitligamatch ein. Leider hatten wir keine Zeit für die Innenstadt um diese Aussage angemessen zu prüfen. Die Busstrecke vom Hauptbahnhof bis zum Stadion ließ zumindest erahnen, was er damit über die 145.000 Einwohnerstadt aussagen wollte.

Der erste Anblick der Energieteam-Arena war leider grausig: Der Nachbar ein Möbelhaus, der Vorplatz groß und kahl, die Arena selber ein grauer, liebloser Betonbacken, die Katakomben so steril, dass eine OP kein Problem gewesen wäre. Die von drei herzlichen Schalterhäschen verlangten 10€ Eintritt bekommen von uns in Zeiten wahnwitziger Stadionpreisanhebungen ein dickes Plus. So bleibt Fußball für jedermann zugänglich. Vorbildlich ist ebenso das kostenlose Stadionheft „meinscp“ mit 60 Seiten.

Im Block C angekommen war schnell klar, dass der Gast alles andere ist als „Hurra, das ganze Dorf ist da!“. Die Elbstädter machten wie gewohnt laute Dauerstimmung und zeigten, dass sie primär ein fanatischer und faszinierender Verein mit Tradition und Leidenschaft sind und mehr können als „völlig ausflippen“. (Focus, 26.10.11 ) Vor allem das Gesangsrepertoire war vielfältig.  Die Paderborner hatten zumindest auf ihrer ausverkauften „Finke-Möbelhaus-Fantribüne“ einiges dagegen zu setzen.

Das Spiel war jeden Cent wert. Wir sahen zwei Mannschaften, die schnellen, modernen und vor allem technisch hohen Fußball boten. Ein frühes, ein spätes Tor, vier insgesamt. Wir gingen völlig zufrieden nach Hause. Bertels und Krösche (SCP) sowie Fiel und Poté (Dynamo) verdienten sich Bestnoten, ebenso Dedic als Doppeltorschütze. Auch der große Name Kirsten hinterließ bei seiner Rückkehr zwischen die Dynamobalken einen souveränen Eindruck.

Die Furche sagt Danke für Speis und Trank und würde sich nur über eines in Paderborn noch mehr freuen als über guten Fußball und nette Verkäuferinnen: ein Stadion mit Charakter. Vielleicht würde das auch den schlechten Schnitt von 8.927 Zuschauern (nur Ingolstadt hat noch weniger) etwas anheben. Dann hätte auch der Stadionsprecher mehr Rezipienten, wenn er 3x die 120 mitgereisten Fans beim Auswärtsspiel in Fürth wie Helden ausruft.

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