Hopp done Nachtrag: DFB Pokal Finale 2011

Match: MSV Duisburg vs FC Schalke 04 0-5
Ground: Olympiastadion, Berlin
Tore: 0:1 Draxler, 0:2 Huntelaar, 0:3 Höwedes, 0:4 Jurado, 0:5 Huntelaar
Zuschauer: 75708 (ausverkauft)

17.000 Zuschauer – das offizielle Kartenkontingent eines deutschen Pokalfinalisten ist mehr als kritisch zu hinterfragen. Wenn man überlegt, dass der DFB den Hauptprotagonisten des Spektakels weniger als die Hälfte aller Karten zukommen lässt, muss man sich schon fragen, ob der DFB eine Art Jubiläum in eigener Sache feiert. Doch so feindlich das Internet mit seinen Märkten dem legalen Kartenverkauf auch gegenüber steht – so ergattert der „Fan“ noch seine Karten, und der ein oder andere VIP ein freies Wochenende!
Die Meidericher waren mit über 20.000 Fans und einer sehr gelungenen Choreo mehr als zweitligawürdig vertreten. Der „große Bruder“ aus Gelsenkirchen wurde seiner Favoritenrolle mit 40.000 Knappen auf den Rängen auch abseits der 90 Minuten gerecht.
Rolle rückwärts: Abfahrt Freitag 3:00Uhr. Ganz ala Stoiber in zehn Minuten vom Partyhauptbahnhof hinein in Berlin-Tegel, ohne Gate, mit Bus. 10 Stunden. Die Party ohne Schlaf nahm am Tiergarten seinen Lauf. Ein Meer aus blau und weiß. So manch Fußballabstinenzler fühlte sich wie Denzel Washington in „Ausnahmezustand“, nur dass der Mann mit dem Megafon nicht Bruce Willis, sondern ein übergewichtiger („Bauch frisst Gürtel“), tätowierter, 100% glaubwürdiger Mallorcaboy aus ´em Kohlenpott war. Der Wahnsinn!
Um 17Uhr war es an der Zeit das Gelände des Olympiastadions aufzusuchen. Denkste! Nach den Leeren der Loveparade-Katastrophe hätte das Schicksal auch in Berlin-Tiergarten seinen Lauf nehmen können. Formel: Zig Tausende Fans : 2 Zugänge x 1 U-Bahn-Tunnel = 10 Polizisten. Fast wäre man in die trügerische Annahme verfallen, das Pokalfinale sei behördliche Routine. So täuscht man sich…dunkelrot!
Das Spiel ist schnell erzählt: „Duisburg spielte gegen Schalke genau so, wie Schalke gegen Manchester – in Ehrfurcht erstarrt.“ 90 Minuten rubbel die Katz inkl. 5x Bumbum, das wars. Sieg, Freude, Stolz! Ein Verein zwischen Bundesligaabsturz, finanzieller Angst und San Siro. Egal. Glückwunsch! Die Freudentränen einiger Mitgereister offenbarten den immensen Druck in Bild und Ton.
Trauertränen hingegen vergoss das Volk wegen des „Bitburger 3% light-Bieres“, was nur dazu führte, dass man „ja doppelt soviel trinken muss“. Gepaart mit einem 40 Grad Matjes-Transformerbrötchen schmeckt auch das!
Das Olympiastadion jedenfalls ist die optimale Bühne für das Pokalfinale. In historischen Raum und Zeit getränkt, bietet es eine grandiose Plattform für Fankultur vor und im Stadion. Das nahm sich auch Rolf Fuhrmann zu Herzen und schnabibbeldibabellte auf der Skybühne Weizen hoch zwei – ein alkoholisches Vermächtnis an die journalistische Nachwelt! Immer wieder gerne, Waldi, äh Rolf. Oder wie es die Schalker Choreo plakatierte: „Generationen haben es euch vorgemacht!“

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s