Hopp done: AXPO Super League

Match: FC Thun vs. Grashopper Zürich 0:1
Ground: Lachenstadion, Mo 25.04.11, 16:00
Tore: 0:1 Emeghara (20.)
Zuschauer: 4800

31600 Zuschauer in Basel, 4800 in Thun – beides innerhalb derselben Liga. Diesen Unterschied schafft selbst der Vfl Wolfsburg nicht! Die Furche baute sich direkt am Thunersee seine Redaktion auf und genoss bei billigem 2-Franken-Bier mit Namen „Gurten“ die Landschaft. Das „Unverbesserliche seit 1864“ revanchierte sich am Folgetag noch bis nach Schlusspfiff!
Thun, da wo man ohne Trikot und mit Eis in der Hand einen Familienausflug ins Stadion macht. Das direkt am wunderschönen Thunersee liegende Lachenstadion verkörpert auf den ersten Blick eher eine Trainingsanlage eines deutschen Zweitligisten. Doch dieses Bild passte in die gesamte Idylle des Umfeldes: Tennisplatz, Beachvolleyball, Badestrand,ein kleiner Hafen und die Alpen im Rücken stehen für die Mentaliät der 43000 Einwohnerstadt. Der Hinweis auf der Eintrittskarte formte das Gesamtgemälde des Abstiegsspiels: „Beginn 16.00Uhr. Einlass 15.30Uhr.“ Zu unserem Aufatmen durften wir mit unserer Gästeblockkarte bereits vorher herein und ein leckeres Carlsberg herunterspülen.
Auch war uns völlig neu, dass eine gegnerische Mannschaft beim Verlassen der Kabinen (ca. 4m von uns entfernt) weder ausgepfiffen noch mit Gegenständen beschmissen wird. Wir passten uns der Idylle an, verspeißten eine leckere Stadionwurst und fühlten uns gerade so richtig wohl, als eine Hundertschaft Grashopper Fans mit viel Bier und noch mehr Gras („Echt irre, was die da buffen!“) an die Tore klopfte. Die „Fanatics“ des Rekordmeisters konnten nicht viel anfangen mit Beachvolleyball und Co., soviel steht fest. Für die Reparatur des herabgerissenen Zaunes muss der FC Thun jedenfalls viel Vanilleeis verkaufen.
Thun vs. GC – das hieß auch Sforza vs. Yakin. Der erstgenannte stand nach den Siegen der anderen „roten Laternen“ unter Zugzwang. Der FC begann stark. Vor allem über links außen ging durch Stephan Andrist viel Gefahr aus. Eine hundertprozentige Torchance vergab man so auch relativ kläglich durch einen Kopfball aus zehn Metern. Es kam, wie es im Fußball immer kommt: Dauerläufer Emeghara (ab der 70.min mit mehreren Krämpfen beschenkt, ausgewechselt übrigens mit Alessandro Riedle, Sohn Kalle Riedles) köpfte in der 20.min ins lange Eck. Von diesem Zeitpunkt an beherrschten die „Züri“ das Geschehen – bis zur Schlussphase. In den letzten fünf Minuten hatte der FC Thun drei richtig gute Tormöglichkeiten, wurden aber nicht für die schönen Spielzüge belohnt. Letztlich zu wenig für eine Heimmannschaft!
So oder so, Thun war auf allen Ebenen etwas wirklich „Neues“. Alex Frei würde da nicht hinpassen – in den örtlichen Tourismusblättchen wäre kein Platz für weibliche Dominanz!

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