Zum Namen SCHOTTISCHE FURCHE

Fußball ist historisch mit dem Rugby verwandt. Deshalb ähnelten sich zu Anfang auch die Spielsysteme. Trotzdem ähnelten diese Fußballspiele stark denen der heutigen Spiele bei Kindern: dort, wo der Ball ist, sind auch fast alle Spieler. Dementsprechend sieht auch das erste Spielsystem aus: 1 Torwart, 1 Verteidiger und 9 Stürmer. Der Torwart durfte bis 1903 den Ball auch außerhalb des Strafraumes mit der Hand spielen und im Abseits war ein Spieler im Moment des Zuspiels, wenn weniger als drei gegnerische Spieler der Torauslinie näher als er selbst waren.In der Folgezeit wurde die Defensive immer mehr gestärkt. Die Spielsysteme 1-2-7 und 2-2-6 entstanden.

Erst das Spielsystem 2-3-5, die SCHOTTISCHE FURCHE (so genannt wegen des Dreiecks, das sich von oben betrachtet ergibt), führte zu einem wirklichen Spielsystem, das auf das Kollektiv setzte und nicht auf die Individualität der einzelnen Spieler.

Es unterschied zwischen 2 spezialisierten Verteidigern, 3 Läufern oder Mittelfeldspielern, die für Verteidigung und Aufbau des Angriffs zuständig waren und 5 Stürmern. Es wurde durch Rückzug des Mittelläufers Ende der 1950er Jahre zum System 3-2-5, durch die Einbeziehung eines freien Verteidigers als Libero Mitte der 1960er-Jahre zum 4-2-4 und damit zum Vorläufer aller heute üblichen Systeme.

Die „Schottische Furche“ (Tobias Dickel, Heiko Rothenpieler, Hanno Schäfer) steht in Anlehnung an dieses Kollektivgefühl für kritische Auseinandersetzungen und mehr Demokratie im Fußball. Zudem ist der Blog stets aktuell und kommentiert in Text, Bild und Ton das Geschäft des runden Leders. Mit im Boot: Groundhopping, Tresentipp, Kulturhinweise, Literatur, Film und Cartoons.

Furche_Taktik

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